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nonne gipfelTour 05/2019
Ostern und die schwere Last einer sächsischen Zwei

Besser. als in diesem Jahr, kann das Wetter an Osterfeiertagen nicht sein. Und wenn man schon einmal vier Tage am Stück frei hat, dann muss man als Kletterer wenigstens einen Tag davon raus in die Berge. Und so rollten wir am Ostersamstag bereits das fünfte Mal 2019 ins Elbi, konkret ins Zielgebiet Rauenstein.

Hier hatten wir bereits mehrmals, zuletzt im August 2018, vor dem zwar nur 20 m hohen, aber an allein Seiten beeindruckend steilen Felsen Nonne gestanden. Voller Respekt hatte Almuth jedes Mal abgewinkt, das Ding war ihr nicht geheuer.
Heute sollte es endlich soweit sein – ich habe sicherheitshalber erst gar keine Zweifel aufkommen lassen, an die Ausrüstung und los ging es. Nicht nur die Nonne trägt als bedeutender Gipfel ein Sternchen, der Alte Weg, eine gar nicht so einfache aber herausragend gesicherte und verdammt steile (nach Meinung einiger Bergsteiger eine der steilsten Zweien des Gebirges ), trägt gleich zwei davon.
Aus meiner Sicht berechtigt, es ist ein Genussweg auf einen großartigen Aussichtsgipfel, den man einfach im Tourenbuch haben sollte.

Natürlich kam Almuth wenig später auch auf dem Gipfel an, allerdings nicht ganz so glücklich. Die Vorurteile hatten sich gegen den Klettergenuss durchgesetzt, sie hatte ihre Problemchen – einmal mehr in diesem Jahr mit einer zweiten Schwierigkeit.

Almuth guckt alles andere als begeistert im Ausstieg des Alten Weges an der Nonne Auf einem großen Aussichtsgipfel – an der Nachholöse auf der Nonne, im Hintergrund der Lilienstein Am Abseilstand der Nonne, rechts im Hintergrund das Bastei-Restaurant Der Laasenturm, erstmals war ich hier am 22.08.1980, letztmalig am 29.10.2000

Almuth im Alten Weg am Laasenturm, der auf dem Vorbild deutlich erkennbaren Rippe Blick vom Laasenturm in eine Sanduhrgalerie am gegenüberliegenden Massiv Auf dem Laasenturm – der Blick zur Abseilöse verrät, dass hier gleich zwei Seilschaften toprope klettern Blick in die geniale Ostkante, III**, am Laasenturm, alle 1,5 m liegt eine seht gute Sicherung

Anschließend ging es zum nur einige hundert Meter entfernten Laasenturm, am 22.08.1980 war ich erstmal, am 29.10.2000, nach meinem Absturz an der Nonne, das letzte Mal hier. Hier wollte Almuth den Alten Weg, II, vorsteigen – und wieder (liegt es wirklich an der Zahl 2?) hat der Mut sie verlassen, Rückzug. Wir haben den Weg dann in umgekehrter Besetzung natürlich trotzdem gemacht, aber irgendwie musste der Wurm raus.
Das passierte dann an der Ostkante, III*, die Almuth souverän vorgestiegen ist und damit endlich zu ihrem Selbstvertrauen zurückfinden konnte.
Nach der Besteigung der Khedive konnten wir einen schönen Osterklettertag am Elbufer in Obervogelgesang ausklingen lassen – ja, so können und sollten schöne Ostern sein ;)

Auf dem Gipfel der Khedive, rechts im Hintergrund wieder das Bastei-Restaurant Nonne und KhediveHier kommt Almuth nicht vorbei – ein Tümpel voller Frösche, Unken und Lurche am Rauenstein Auf dem Rückweg zum Auto – Blick auf Weißig und den Lilienstein Tagesausklang bei Erbsensuppe und Gerstengetränk am Elbufer in Obervogelgesang

 

Danke für

den Besuch

auf Quackensturm

Enjoy your life!