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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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intro 3 19 klTour 03/2019
Hautabrieb am Teller...rand
oder: wenn der Felsen doch zu nass ist!

Das Wetter ist irgendwie verrückt, denn nach den Wetterschwankungen der Woche war wieder punktgenau der Samstag als herrlich sonniger milder Tag angekündigt.  Und da die Bergtour der Vorwoche den Heißhunger auf Felsen noch nicht gestillt, eher genährt hatte, ging es halt wieder ins Elbi, dieses Mal hatte ich das Hinterhermsdorfer Gebiet, das zum Klettern eher selten besucht wird, ausgewählt.

Drei Gipfel standen auf dem Plan, die wir bei einer Bergtour mit Wiese im Jahre 2006 bereits besucht hatten, auf einem davon, der Scheibe am Tellerhörnel, war ich 2007 im Rahmen unserer Tour „13 in einem Zuge“ letztmalig mit Volker.
Und genau an dieser Scheibe am Tellerhörnel sollte unser Klettertag beginnen. Doch bevor es mit Klettern losgehen konnte, verpassten wir den Gipfel erst einmal so richtig. Mit den inzwischen verwaschenen zehnjährigen Erinnerungen liefen wir an dem Teilchen erst einmal klassisch vorbei, umrundeten das gesamte Massiv um dann, ordentlich durchgewärmt, am Einstieg zu stehen.

Der allerdings war trotz Sonne Wind und milder Luft alles andere als durchgewärmt, die ersten schrägen Meter waren grün, feucht und nadelig. Almuth hatte zum Glück gleich die Hände gehoben, der Vorstieg war ihr nicht geheuer. Kein Problem, ich kenne den Weg und II ist eben II, geht schon!
Ging nicht!

Der Einstieg war derart rutschig, dass mein rechter Fuß langsam aus dem Tritt rutschte und ich mich flach auf den Felsen legen musste, um genug Reibung zu erzeugen, sonst wäre ich, wenn auch nur wenige Meter, sicher aber schmerzhaft, runtergerutscht. Aus dieser mehr als dämlichen Lage heraus habe ich mich langsam nach oben geschubbert und eine rettende Wurzel gefunden – puhh, das war dann mal ein spannender Einstieg. Außer etwas Hautabrieb, der am Felsen zurückgeblieben ist, war es gut gegangen, wenig später saß auch Almuth auf dem Gipfel und war heilfroh, nicht vorgestiegen zu sein.

 Tolle Gegend, grober Fehler – wir gehen nicht über die Brücke, sondern kürzen über den Dorfbach ab – lies den Bericht ;) Die Scheibe am Tellerhörnel ist erreicht, über die beiden Buckel unten geht der Einstieg – herrlich grün! Wie auch immer, der Gipfel wird erreicht – Almuth präsentiert die Gipfelbuchsprüche für unsere Sammlung So komisch wie der Aufstieg ist auch die Abseile – und teilweise genau so grün!

 Aber es geht noch grüner und feuchter – der Dorfbachstein ist erreicht Um alle Wege am Dorfbachstein zu erreichen, gibt es recht merkwürdige Abkürzungen Dorfbachwand, Ostkante, IV* - 2006 problemlos gestiegen, heute fehlt der Mut Die Fotografin und ihr Modell – erkennst du es?

Hier die Auflösung, ein richtiger echter Frosch, ein Grasfrosch Spannend in der Nähe der Buchenparkhalle – ein Gang, in dem die verschiedenen Wurzeltypen der Gehölze betrachtet werden können. An der Buchenparkhalle – mit dem Perfekten Service ;) Frühlingsboten in Hinterhermsdorf

 Die Folgen dieser Bergfahrt sind sicherlich jedem kletternden Leser klar: die Tagesmoral war am Boden. Zwar steuerten wir noch den Dorfbachstein und die Dorfbachwand an, aber diese Felsen blieben dieses Mal unbestiegen. Der Dorfbachstein war derart moosig und nass, dass das Wasser sogar aus der Felswand lief, an der Dorfbandwand waren nur Wege trocken, die über unserem Kletterniveau liegen.
Egal, ein paar Fotos für die neue Galerie „Hinterhermsdorf“ kamen auf jeden Fall heraus, meine Froschkönigin traf ein Mitglied ihres Volkes und in der Buchenparkhalle gab es beim Blick auf Hinterhermsdorf im Frühling ein leckeres Feierabendbier.
Auch wenn der Tag nicht ganz so gelaufen war, wie gedacht – wir sind um ein echtes Bergabenteuer reicher.

Das Feierabendbier an der Buchenparkhalle mit Blick auf Hinterhermsdorfpanorama hinterhermsdorf

 

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