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intro stoerznerfels kleinTour 09/2018
Triefend nass im sautrocknen Fels

Die letzte Woche des Juli 2018 sollte mal wieder eine richtig intensive Kletterwoche werden. Aber daraus wurde leider nichts! Denn so, wie der gesamte Frühling und Sommer 2018 bisher, war es brütend heiß. Da ging zwar was, aber man war fast durchgängig triefend nass und schon zeitig ermüdet, trotzdem: ein paar tolle Tage waren es auf jeden Fall!

So ging es gleich am Anreisenachmittag mit einer recht positiven Erfahrung für Almuth los: vor drei Jahren hatte sie im Alten Weg, III, an der Bärensteinscheibe noch richtig Probleme, Diesmal steigt sie, nachdem ich sie bereits einmal auf den Gipfel geführt hatte, problemlos vor. Und kurz darauf legte sie sogar einen Vorstieg in einem auch mir unbekannten Weg am Rhombus hin, ein toller Auftakt.

Start in eine geplant intensive Kletterwoche an der Bärensteinscheibe Almuth im Alten Weg III an der Bärensteinscheibe, einer interessanten Reibung Vor drei Jahren hier noch Probleme – heuer steigt sie diesen Weg vor! Und sie setzt noch einen drauf: Vorstieg eines unbekannten Weges am Rhombus

An einem anderen Tag zogen wir durch das Wildensteiner Gebiet und steuerten hier u.a. den Heidematz an. Almuth fehlte dieser Gipfel noch, ich wollte wissen, ob ich den Weg noch draufhabe. Naja, es ging, wenn auch mit Zögern ????
Mit den echt engen und kniffligen Kaminen auf die Wildensteinscheibe und die Kuhstallscheibe brachten wir uns, obwohl sowieso durchgängig schweißnass, noch mehr ins Schwitzen und schließlich bereinigte Almuth ein Debakel von 2016: sie hatte damals die Abseile vom Glöckner nicht gewagt. Heuer aber stieg sie vor und war als erste problemlos wieder unten.

 Nordostweg am Heidematz, hier vor der Schlüsselstelle, einem Reibungsausstieg Auf der Wildensteinscheibe, im Hintergrund Zyklopenmauer - Kuhstall Kuhstallscheibe, Kriechvariante – aber das Perverse kommt erst, ein Schinderkamin Glöckner, Alter Weg, Almuth sichert den Einstiegszug für ihren Vorstieg

Im Ausstiegsriss am Glöckner, Kamintechnik ist gefragt Vor zwei Jahren aus Angst vor der hohen Abseile noch zurückgeklettert, auch hier gilt: heute kein Problem mehr! Bei der Hitze musste eine Pause sein – Besuch bei den nackten Damen der Weltkultur … und willkommene Erfrischung am Fuße der Frauenkirche in Dresden

Nach zwei ruhigeren Tagen mit Kultur und kleinen Wanderungen ging es ins Bielatal. Hier fehlt mir seit Jahren der Kubulus, eine so nasse Quacke, dass es mir jedes Mal eiskalt den Rücken heruntergelaufen war und ich ihn hatte stehen lassen.
Aber zunächst wollte Almuth sich wieder probieren, stieg u.a. die Cottbuser Hangel an der Puppe (III) und dann auch noch ihre erste IV am Mandarin vor.
Folge der anhaltenden Hitze – absolutes Übernachtungsverbot! Und trotzdem zünden hirnrissige Boofer nur eine Woche später Wald an der Bastei an.Dann aber standen wir vorm Kubulus und ich glaubte meinen Augen nicht. Das Teilchen war offensichtlich gereinigt worden und absolut trocken. Und so war er über die Botanikerkante (IV) endlich nachgesammelt.

Am Freitag sollte einer von Almuths Wünschen in Erfüllung gehen – der Schusterweg am Falkenstein! Lange hatte ich gezögert, jetzt ist sie soweit. Klettertechnisch sowieso, aber der mentale Faktor muss stimmen!
Als wir am Einstieg ankamen, war recht schnell klar, dass das heute nichts wird: vor uns eine sehr langsame Viererseilschaft, überholen unmöglich, Gewitterwarnung ab 15 Uhr. Wir würden nicht rechtzeitig wieder unten sein. Schweren Herzens ging es auf einen anderen Gipfel, und als wir am Fuße eines weiteren geplanten ankamen, goss es in Strömen. Puhh, alles richtig gemacht.

Unsere Neuen im Einsatz: Kletterseil von Mammut und eine wirklich geniale Selbstsicherung von Petzl (Connect Adjust – Standplatzschlinge) Kubulus im Bielatal, Botanikerkante – bei dieser Trockenheit kein Problem Ein ganz großer Sachse steht auf dem Plan – Almuth nervös beim Zustieg Aber schon am Einstieg ist Schluss – eine Viererseilschaft vor uns bremst uns angesichts der Gewitterwarnung aus

Also geht es an einen kleinen Nachbarn, den Knaben, Almuth steigt wieder vor Und dann zeigt sich: alles richtig gemacht, Gewitter und Regen Freitag, 27. Juli 2018, für alle jetzt lebenden Menschen einmalig … Längste totale Mondfinsternis unserer Zeit, Almuth gelingt diese etwas nachgeschärfte Schnappschuss

Am Freitagabend, pünktlich zum Jahrhundertereignis der längsten totalen Mondfinsternis mit Blutmond, stießen Katrin und Steffen zu uns. Nach einem naturwissenschaftlichen Abend bei Bier und Wein ging es Samstag abwärts ins Kirnitzschtal zum Kirnitzschtalfest. Natürlich wurde zuvor geklettert. Auch hier überraschte uns ein Gewitter mit Regenguss und rundete damit die Klettertage ab: wir waren immer nass, entweder vom Schweiß oder vom herrlich lauwarmen Sommerregen. Und schön war’s trotzdem“!

Abstieg von Mittelndorf ins Kirnitzschtal zum Kirnitzschtalfest Doch vor dem Fest wird geklettert, u.a. hier, Störznerfels, Nordostwand, IV Und es wird auch wieder etwas gelernt, hier Knotenkunde bei großen Rissen Nach einem tollen Tag, einer heißen Woche, Abschied auch von der Buschmühle, wo die Party noch lange durch die Nacht andauert

 

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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