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intro april kTour 03/2018
Klettergurt tot, Kletterer lebt – und Almuths 50. Jubiläum

Ich höre es nur noch scheppern!
Ich wundere mich über das Geräusch, drehe den Kopf. Das kann doch nicht sein, denke ich, neben mir liegt mein Sicherungsgerät auf der Erde. Wie zum Teufel kann das da liegen. Dann sehen ich auch die anderen Gegenstände, Karabiner, meine Abseilacht, allerlei Zeugs … Verdammt, wie geht denn das!?

Plötzlich war Urlaub „übrig“! Eigentlich sollte es an diesem ersten Aprilwochenende des Jahres zum JUNUT gehen, aber den musste ich, regelmäßige Leser meiner Webseite wissen das bereits aus meinem Bericht zum Schweriner Seentrail, leider absagen.
Als Freitag um 9 Uhr im fernen Dietfurt  der Startschuss fiel, war mir schon ein wenig klamm ums Herz.  Aber ich bin ehrlich: nur ein wenig! Denn angesichts des herausragenden Wetters hatten wir uns entschlossen, die plötzlich freien Tage zum Klettern zu nutzen.

Und anstatt am Freitag meine Runde über den Jurasteig zu beginnen, zogen wir mit Almuth in die Nikolsdorfer Wände im Elbsandsteingebirge. Ein schöner Klettertag! Mit der Tour „Opas Idee“ am Frosch brachte ich endlich einmal wieder einen 5er-Vorstieg zustande – und Almuth ihre erste V beim Klettern überhaupt.
Ein echter Kracher war auch der Alte Weg an der Pfingstnadel einem verdammt schmalen Gipfel mit einem kniffligen Reibungsaufstieg. Seht euch dazu einfach die Fotos an. (Auch weiter unten.)

Parkplatz Leupoldishain - vor dem Start in das Kletterwochenende Gipfelbuch unseres ersten Gipfels mit einer originellen Startseite Zwar Männerarbeit, aber Almuth will das Legen der Abseile erlernen Der verdammt schmale Gipfel der Pfingstnadel ist erreicht

Samstag und Sonntag stießen dann Katrin und Steffen zu uns und zunächst ging es zur Gruppe der Griechen im Bielatal. Zum Abschluss des ersten gemeinsamen Tages  standen vier Gipfel und zwei Jubiläen zu Buche.
Das erste: mit dem Euklid bestieg Almuth ihren 50. Gipfel im Elbsandsteingebirge, das zweite: mit dem Grenzturm auf der tschechischen Seite, die Gruppe der Griechen liegt ja unmittelbar an der Grenze, saßen Almuth, Katrin und Steffen auf ihrem ersten Gipfel des böhmischen Teils des Elbsandsteingebirges.

Katrin im Alten Weg am Euklid, Gruppe der Griechen im Bielatal Jubiläum – Almuth trägt sich stolz in ihr 50stes Gipfelbuch ein Steffen im Nachstieg über den Alten Weg auf den Xerxes Grenzturm, Hranizni Vez, in Böhmen direkt an der Gruppe der Griechen

Jubiläum 2 – Almuth, Katrin und Steffen auf ihrem ersten böhmischen Gipfel Im Birkenweg an der Akropolis im typischen Gestein des Bielatals Steffen in der Verschneidung des Ausstiegs des Birkenweges Am Frosch geübt, hier wiederholt – Seilaufnehmen auf der Akropolis

Am Sonntag ging es zu viert nochmals in die Nikolsdorfer Wände. Zum einen wollten wir Katrin und Steffen den Kletterspaß an der Pfingstnadel nicht vorenthalten, zum anderen war ich „scharf“ auf die Gipfel Stelzchenkegel und Enkel, die mir in meiner Sammlung als letzte dieses Gebietes noch gefehlt hatten.
Spannend war hier der Alte Weg am Stelchenkegel. Irgendwie hatte ich mich von Griffen und Tritten verleiten lassen und war an einer Ausquerung vorbei geklettert. Zurück wollte ich nicht mehr – da kam mir ein Tunnel durch den Fels mehr als gelegen. Also einfach mal durchgekrochen und siehe da: tatsächlich ging es auf der anderen Seite recht einfach auf den Gipfel. Ein kleines feines Abenteuer!

Überraschende Abweichung vom Weg – Steffen durchkriecht den Stelzchenkegel Als dritte erreicht Katrin das Tunnelende auf dem Stelzchenkegel Almuth in Schwebesicherung beim Sich-Probieren in einem schweren Weg Es ist trockener, als es aussieht – Reibungskletterei im Alten Weg am Enkel

Zum zweiten Mal in 48 Std. Vorstieg im Alten Weg an der Pfingstnadel Almuth im Einstieg der Reibungskletterei auf die Pfingstnadel Freude über den Erfolg auf der Pfingstnadel – schmaler kann ein Gipfel kaum sein Steffen im Vorstieg des Alten Weges, III, auf den Pfingstkegel

Am Montag dann wollten wir mit Almuth den herausragenden Rippenweg, II*, am Waltersdorfer Horn steigen, da geschah es … ich hörte es nur noch scheppern!
Wir waren dabei, uns direkt am Auto, der Parkplatz ist nur etwa 100 m vom Einstieg entfernt, die Kletterausrüstung anzulegen. Ich hatte den Klettergurt gerade festgezogen, als das „Unfassbare“ passierte: Teile meines Materials stürzten zu Boden. An meinem Klettergurt war eine Materialschlaufe gerissen – Jahre der Schubberei durch den Sandstein hatten ihr Werk getan: durchgescheuert! Auch eine weitere Schlaufe steht kurz vor dem Aus! Bloß gut, dass das nicht in einer Tour passiert ist – meine gesamte Abseiltechnik wäre abgestürzt!

Der Kletterei hat das natürlich keinen Abbruch getan, auch wenn es komisch war, immer ins Leere zu greifen. Genussvoll erreichten wir nach einer fast 50 m langen Kletterei (übrigens eine II mit Ring!) den Gipfel und beendeten damit ein sehr schönes und intensives Kletterwochenende.

Nicht zu fassen, die Materialschlaufe des Klettergurtes ist gerissen Blick in den Einstieg des großartigen Rippenweges am Waltersdorfer Horn Almuth hat die Scharte der Zweiseillängentour erreicht und zieht das Seil zurück Blick zurück am Beginn eines Querganges zur Sicherungsfrau in der Scharte

Wo findest man das schon – eine zweite Schwierigkeit mit Ring, hier vor dem Quergang Fachsimpelei auf dem Gipfel Waltersdorfer Horn vor großartiger Kulisse Auf geht es in die letzte und mit fast 30 m längste Abseile dieser Klettertage Mit einem Foto von Almuth und mir hat der Bericht begonnen, so soll er auch enden

Auch wenn es um den JUNUT schade ist – diese Tage möchte ich nicht missen! Und den schönen neuen Klettergurt, den wir dann gleich im Anschluss im Bergsport Bernd Arnold in Bad Schandau gekauft haben, auch nicht ;)

blick-zur-festung-koenigstein

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