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heidewand mTouren 05 und 06/2016
Klasse – Pfui – Supi!

„Habt ihr Männertag schon was vor? Wollen wir klettern?“
Ich dachte, ich höre nicht richtig, als Volker mich das am Telefon gefragt hat, waren wir doch gerade erst mit Maria kletternd unterwegs gewesen. Schon diese Tour hatte seinen Klettereinsatz vom Vorjahr um 100% getoppt. Ja, wir hatten schon was vor, nämlich Klettern mit Steffen und Katrin, und klar können wir auch zu sechst fahren, umso lustiger würde es doch werden. Und so stand einem ruhigen, sportlichen und schönen Männertag 2016 nichts mehr im Wege …

 

Tour 5/2016
Einsam im Wildensteiner Gebiet

… und wir selbst standen nach einem kräftigen Frühstück in der Konditorei Schreiber in Pirna gegen 10 Uhr am Beuthenfall im Kirnitzschtal, ergatterten dort noch einen der letzten Parkplätze und zogen nach einem Männertagsstartbier und –sekt aufwärts zu den Gipfeln Heidematz & Co. Übrigens: trotz der vielen Fahrzeuge sind wir kaum anderen Personen begegnet!
Den Heidematz haben wir dann aber glatt ausgelassen und den Steinbachturm zurück gestellt, denn auch wenn tollstes Wetter versprochen war: diese Teilchen waren am Morgen noch zu feucht und schmierig.
Tagesstart wurde dann der Alte Weg II auf die Heidewand, mit Übertritt und Kriechgang eine fast lustige Tour. (Siehe Fotos)

Tour 05 - Unser Männertagsteam in der Morgensonne am Fuße der Heidewand Tour 05 - Die Schlüsselstelle an der Heidewand, Alter Weg, der Übetritt vom Pfeiler Tour 05 - Almuth im Kriechgang des Alten Weges an der Heidewand Tour 05 - Heidewand, ein Schritt zum Gipfelbuch würde es auch machen, aber so sieht es doch viel spektakulärer aus ;)

Anschließend war dann der Steinbachturm so trocken, dass wir auch hier den Alten Weg II klettern konnten und Almuth endlich ihren "Sack" von 2014 – damals war das Team wohl im falschen Weg unterwegs – abhängen konnte.

Dass bei einer Fünferseilschaft viel Zeit vergeht, versteht sich fast von selbst.
So war es schon früher Nachmittag, als wir zu Glöckner und Glocke am Fuße des Kuhstalls  wechselten. Ein echter Lacher war da der „Wanderweg“ an der Glocke, bei dem man sich durch eine enge querliegende Rinne schubbern musste.
Tageskletterfinale war dann der Alte Weg auf den Glöckner. Zwar nichts Besonderes, aber mit einem kräftigen Zug am Beginn und wegen des für fünf Kletterer zu kurzem Seil und eventueller Gefahr zu hoher Seilreibung mit Standplatz in einer Höhlung.

Tour 05 - Kletterpause mit Männertagssekt. Kerstin hat übrigens eine der wichtigsten Rollen, sie bewacht die Sachen. Tour 05 - Auf dem Gipfel des Steinachturmes Tour 05 - Kathrin im Einstieg des Wanderweges an der Glocke - es geht dann recht eng und lustig durch die schräge Rinne. Tour 05 - Alter Weg am Glöckner, Steffen wagt den entscheidenen Schritt

Tour 05 - Volker im Nachtieg am Glöckner Tour 05 - Volker und Katrin in der Höhlung des Alten Weges am Glöckner - hier haben wir Stand wegen des Seilzuges gebaut. Tour 05 - Almuth im Einstieg des Schlusskamins am Glöckner Tour 05 - Volker an der Abseilöse des Glöckner, mit einem berauschenden Fernblick

Danach sollte dann das Bier am Lichtenhainer Wasserfall schmecken – aber irgendwie fehlt es den Personal dort am Ende von Hochverdiensttagen, wie Männertag, wohl am Engagement. Nachdem Volker außen am Straßenverkauf unbeachtet lange angestanden hatte und deswegen in den Gastraum gegangen war, wurde er auf den Straßenverkauf hingewiesen, dort dann aber wiederum - durch die gleiche Dame, die sich nur drehen braucht - nicht beachtet.
Seine Schlussfolgerung: wer mein Geld nicht will, bekommt es auch nicht!
Am Ende gut so, denn die Schlussrunde in der wie immer gut bewirteten Neumannmühle war umso schöner. Zusammenfassung: Klasse!
Ein toller Männertag, von dem es durchaus mehr geben könnte, nicht nur am Männertag ;)

Tour 06/2016
Rummelplatz Bielatal

Leider hatte Almuth bei der letzten Abseile am Glöckner ein paar Probleme: da war plötzlich wieder diese teuflische Angst vor der Höhe. Was lag also näher, als einen Klettertag, den folgenden Samstag, gleich draufzusetzen, um an diesem Defizit zu arbeiten. Das von mir gar nicht so geliebte Bielatal schien da der geeignetste Ort zu sein. Aber ich war lange nicht bei Topwetter hier und hatte da wohl etwas vergessen … oder es ist noch schlimmer geworden!
Zwar haben wir gegen 9:40 Uhr gerade noch so einen Parkplatz bekommen, aber als wir wenig später vor der Daxensteinbaude beim Frühstück saßen, trauten wir unseren Augen nicht. Die Massen zogen gefühlt zu Hunderten ins Tal.

Als wir dann in meinem gedachten Zielgebiet, die Felsen im Bereich der Glasergrundwarte, ankamen, dachte ich, ich wäre am Strand. Lager über Lager, Kletterkurse, riesige Gruppen, überall Seile, selbst die Abseilen zugehangen.
Nichts wie weiter. An der Wilden Zacke machten wir uns dann gefühlt einsam zum Aufstieg bereit, als eine anfängliche Vierergruppe immer größer wurde und sich blähte und blähte …. Einpacken – und weg!
Das Bielatal ist eben immer wieder „Pfui“, diese Menschenmassen müssen ja auch irgendwo p… und sch… - und das tun sie!!! Die Tretminengefahr abseits der Wege ist hoch und teilweise sichtbar!
Und so bleibt das Bielatal mit seinen teils herrlichen Felsen ein Rummelplatz für Möchtegernkletterer, Funkurse, Saufboofer, Fußfaule …
Apropos Fußfaule: weiter hinten könnte es gehen!

Tour 06 - Almuth am Fuße des Birkenturms, durch die deutlich sichtbare Verschneidung führt der Alte Weg III Tour 06 - Na es geht doch, das Abseilen klappt wie am Schnürchen, hier vom Hilssheriff im Bielatal Tour 06 - Almuth im Alten Weg am Sheriff, ihr erster echter Vorstieg ohne Weg- oder Gipfelkenntnisse. Supi! Tour 06 - Ja, da kann man stolz sein, der erste echte Vorstieg wird in das Gipfelbuch eingetragen.

Also sind wir losmarschiert und nach ca. 2 km in die Gruppe an den Glückstürmen abgebogen und – richtig! Während im vorderen Bereich die Hölle los war, waren wir hier einsam mit einer Familie, die so wie wir es vorhatten einen gemütlichen Klettertag verbrachten, alleine. Man muss sich eben nur bewusst von den Massen lösen!
Hier ging es dann auf den nicht einfachen Birkenturm, der für Almuth ein paar blaue Flecke aber auch die erste richtig scharfe und wohl unterbewertete III brachte, auf den Würfel und auf den Hilfssheriff.  Alles klappte, Abseilen ging wieder – ich war durstig und hungrig … aber Almuth blieb mit ihren Blicken immer wieder am Alten Weg des Sheriffs hängen. Den würde sie sich zutrauen. Puhh, dachte ich, ich kenne ihre Ängste, aber auch den Weg. Ich könnte unten sofort eingreifen, oben könnte ich, falls Panik aufkommt, ebenso recht schnell das Geschehen übernehmen.
Also abgenickt!

Wenig später konnte sie stolz ihren ersten echten Vorstieg, also ohne Kenntnis von Gipfel und Weg, im Buch vermerken.  Also dann doch noch ein versöhnliches Ende eines fast versauten Klettertages – Supi!

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