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intro-mittelTour 05/2015
Endlich mal wieder Falkenstein

Wieses Idee am Rande einer Geburtstagsparty kam überraschend und war großartig zugleich: lass uns doch mal wieder wie in alten Zeiten zu zweit nach Sachsen fahren, Freitag ein schneller Gipfel auf der Anreise und Samstag – was hältst du vom Falkenstein?
Ich dachte, ich höre nicht richtig! Das war die Idee schlechthin! Denn der Schusterweg auf diesen Gipfel, der große sächsische Klassiker, ist immer wieder eine Reise wert. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingswegen im Elbsandstein und meine letzte Begehung liegt ziemlich genau 5 Jahre zurück. 
Und so rollten wir in den Nachmittagsstunden des 10.07.2015 Richtung Elbi, als „schneller Freitagsgipfel“ sollte der Bahnhofswächter herhalten. Unsere Tour begann mit einer Überraschung! 

Denn  als wir auf dem Parkplatz an der Ochelbaude, Ausgangspunkt für die Besteigung des Bahnhofswächters, aus dem Fahrzeug stiegen, glaubten wir unseren Augen nicht: die herrlichen senkrechten und hohen Massivwände rundum waren mit Klettersteigen und künstlichen Kletterrouten regelrecht zugenagelt! Freilich hat das schon was für sich, hier kann man sich probieren und das Klettern sicher lernen – nur wie das mit dem Massivkletterverbot in der Sächsischen Schweiz vereinbar ist, bleibt wohl dahingestellt.

Egal, wir suchten zunächst einmal mehr und bestiegen dann schließlich tatsächlich den Bahnhofswächter, vor vielen Jahren Bestandteil unserer „13 in einem Zuge“-Tour, setzten nach Mittelndorf zu unseren Freunden von der Gaststätte und Pension Am Weinberg um und ließen den ersehnten Samstag auf uns zukommen.

Tour 05/2015 - Nicht zu fasse - im Bereich der Ochelbaude gibt es nagelneue Routen und Klettersteige - kostenpflichtig! Tour 05/2015 - Wiese kann es nicht lassen und macht einige Boulderversuche an den Einstiegen der künstlichen Kletterrouten. Tour 05/2015 - Gefunden! Es ist wie verhexht, wir wussten, wo er steht und wieder sind wir suchend am Massiv herumgekrochen. Tour 05/2015 - Früher musste man in die Scharte mit eigener Technik abseilen, heute liegt ein Fixseil und erleichtert damit die Tour gewaltig.

Gegen 11:30 Uhr des 11.07.2015 dann das Shake-Hand am Einstieg des Schusterweges. Viel Glück, eine erfolgreiche Bergfahrt!
Ausgerüstet für die nächsten Stunden, jeder mit einer Action-Cam, um den Auf- und Abstieg zu filmen, begann ich voller Respekt etwas zittrig und wacklig die ersten Meter, fand schnell zu mir – und wir waren im Rennen! Souverän stiegen wir Seillänge für Seillänge – einziger Wermutstropfen: vor uns war eine Fünfer-Seilschaft, das hieß immer wieder warten, warten, warten.
Aber in der schattigen Ostflanke des Falkensteins mit herrlichen Aussichten war auch das mehr als hinnehmbar. Allerdings hat es dann auch 4 ½ Stunden bis zum Shake-Hand bei Erreichen des Bodens nach der Abseile gedauert. Für Wiese war es nach dem 03.07.2005 übrigens seine Wiederkehr in diesen Weg nach zehn Jahren!
Ein paar Bilder sollen hier zunächst einen kleinen Eindruck vermitteln, wenn dich der Schusterweg genauer interessiert, dann sieh hier nach!

Und in absehbarer Zeit wird es über den Aufstieg ein Video geben, ich freue mich schon jetzt auf die Bearbeitung des mehrstündigen Filmmaterials.

Tour 05/2015 - Spannung und Vorfreude stehen uns ins gesicht geschirben (hoffe ich jedenfalls) - vor dem Einstieg in den Schusterweg. Tour 05/2015 - Neu für uns - in der vierten Seillänge gibt es einen neuen Standplatz vor der Schusterplakette, der die Seilreibung gewaltig verringert. Tour 05/2015 - Na da helfen wir doch gern - die 5er-Seilschaft, die vor uns geklettert ist, bittet um ein Gipfelfoto Tour 05/2015 - Der begehrte Moment - öffnen des Gipfelbuches

Tour 05/2015 - Das haben wir uns verdient - das Siegerbiet in der Ostrwoer Mühle auf dem Rückweg nach Mittelndorf Tour 05/2015 - Die Ostverschneidung am Wintersteinwächter - der rote Pfeil zeigt auf den Ort der Verzweiflung. Tour 05/2015 - Es ging absolut nichts, da blieb nur der organisierte Rückzug, auf den letzten Metern zum Glück als Abseile Tour 05/2015 - Nicht ganz so happy wie am Vortag, aber doch zufrieden - schließlich leben wir noch ;)

Vielen geht es wie uns: dieser Weg ist derart beeindruckend, dass man zeitnah danach eigentlich nichts mehr klettern braucht. Klar also, dass wir den Samstag beim Siegerbier ausklingen ließen. Doch die Nachwehen dauerten auch am Sonntag an. Hier hatten wir den Wintersteinwächter mit seiner genialen Ostverschneidung angesteuert. Da hat mir dann aber an der Schlüsselstelle Mut, Kraft und Energie gefehlt – Umkehr nach fast einer Stunde vergeblicher Versuche. Egal, wir kommen wieder – und der Samstag wäre ohnehin nicht zu toppen gewesen.

Danke Wiese für deine tolle Idee – und auch die anderen, die hier erst einmal noch verschwiegen bleiben ;-)

Bilder dieses Beitrages stammen auch von Dirk Wiesner

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