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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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intro mittelTour 03/2014
Wiese, Herbert und ein Fisch

Beginnen wir mit „Wiese“:
Das Wochenende vom 09./11.05.2014 hatte bei ihm ungeahnte Auswirkungen. Unsere tollen Trailrunningrunden und der Klettertag mit drei neuen Sachsenaspiranten hat doch glatt seine Ader für Elbsandstein-Outdoor-Aktivitäten  neu belebt. Und so kam von ihm, als da plötzlich ein Zeitfenster offen war, der Vorschlag, den Pfingstsamstag doch kletternd zu verbringen. Wer könnte da nein sagen – schnell war das Tourenziel klar: Prinz Karneval! Denn den hatten wir im Mai besuchen wollen, es dann aber sein gelassen.

Da ein besonders heißer Tag zu erwarten war, marschierten wir bereits gegen 9 Uhr ab der Felsenmühle in den Kleinen Zschand. Und schon kommen wir zu „Herbert“, nämlich dem Herbertfels.

Diesen netten Buckel erreicht man nach ca. 2 km, unmittelbar am Wegesrand gelegen. Hier sollte mit der „Wand III“ eine kurze Reibung auf den Gipfel führen.

Aus dem „man kann sich das ja mal ansehen“ wurde „Liebe auf den ersten Blick“, der Weg gefiel mir auf Anhieb und gemeinsam ging es auf diese nette Quacke. Wir sind eben echte Quackenstürmer! Hier ein paar Bilder:

Ankunft am Herbertfels, unmittelbar am Wege gelegen. Die Wand, III, verläuft als Reibung von rechts unten nach links oben . Wiese im Einstiegsbereich der Wand, III, am Herbertfels. Auch wenn kurz und gar nicht so schwer - nach langer Kletterabstinenz schießt das Adrenalin allemal durch die Adern - Wiese happy auf dem Gipfel des Herbertfels Oben haben wir uns gewundert - im Juni die Jahresdritte! Beim Abseilen wird klar, warum - bei Nässe geht hier nichts!

Übrigens haben wir den Gipfel „Seife“, unmittelbar neben dem Herbertfels gelegen, einfach sein gelassen – er hat seinen Namen nicht umsonst: grün, feucht, unappetitlich.
Und dann waren wir am Tagesziel, dem Gipfel mit dem recht witzigen Namen „Prinz Karneval“. Der war nun, auch wenn er mitten im Wald liegt, alles andere als eine Quacke – aber hatte etwas vom Charakter der Seife: wir waren einfach nicht bereit, in den völlig verdreckten Reibungsweg zu steigen – sieh es dir selbst an:

Der Gipfel Seife, unmittelbar neben dem Herbertfels - eine herrlich feuchte grüne Quiacke Prinz Karneval - der Alte Weg, III, hat uns hergelockt. Er beginnt dort, wo Wiese sich gerade probiert - und dann? Dann führt er durch das tannennadelbelegte Grün - das will keiner von uns! In der ersten Seillänge des Alten Weges, II, am Heringstein, einer kombinierten Kletterei in Kamin, an der Wand und auf der Kante - genussvoll und immer sicher! Wiese am Ende der ersten Seillänge des Alten Weges auf den Heringstein - hier geht es recht witzig durch ein Loch.

Also ging es weiter, es standen ja noch ein paar andere Ziele auf dem Tourenzettel. Nur der „Fisch“ nicht. Nun gut, ich habe den Namen „Fisch“ gewählt, um ein nettes Intro für diesen Beitrag zu haben – gemeint ist tatsächlich der „Heringstein“.  Er gehört zu den herausragenden mächtigen und hohen Gipfeln des Gebietes – und er fehlte mir auch noch in meiner Sammlung. Nun, und Wiese wollte sich das Teil mal von der Nähe ansehen – und bei unserer Ankunft standen wir genau vorm Alten Weg II.

Und wenig später waren wir mittendrin: ungeplant und dafür umso herausragender: ein toller Zwei-Seillängen-Weg auf eine grandiose Aussichtsplattform. Wir sind am Ende zwar die Plattenvariante zum AW (II*) gestiegen, weil die uns besser gefallen hat, aber das ist egal. Schließlich hatten wir eine Bergfahrt erlebt, wie schon seit vielen vielen Monaten nicht mehr. Auch hierzu einige Bilder:

In der Tour entscheiden wir uns, statt des Alten Weges im Ausstieg die Plattenvariante, den engen Riss hinter Wiese, zu steigen - im Einstieg ein gar nicht so leichtes Problem. Wiese in der Plattenvariante - er lacht schon wieder, denn jetzt muss man nur noch aus diesem Spalt heraus - drinnen ist er ja nun schon ;) Ankunft auf dem Gipfel - ein phantastischer Aussichtspunkt mittem im riesigen Felskessel des Kleinen Zschand. Wiese kurz vor dem Gipfel - das Foto muss einfach sein, um die Großartigkeit der Landschaft zu verdeutlichen.

Etwas merkwürdig - der Einstieg in die erste Abseile - sehr sehr ausgesetzt ;) Ach halt: bevor abgeseilt wird natürlich noch das Gipfelbuchfoto - mit noch einer der großartigen Fernsichten von diesem Gipfel. So, jetzt aber Abfahrt - hier recht luftig in der ersten Abseillänge. Das Bier danach? Jain - ein Gruß via Facebook an unseren Kumpel Volker Roßberg,  der zur gleichen Zeit die Hitzeschlacht über 160 Laufkilometer bei der TorTour de Ruhr gekämpft hat.

Danach haben wir den Klettertag beendet – er konnte durch keine andere Kletterei getoppt werden. Wir streiften noch entlang der Bärenfangwände durch den Kleinen Zschand, rollten dann gemütlich in die Heimat, um, so hoffe ich,  bald wieder in Richtung Elbi zu rollen.

Gekletterte Touren:
Herbertfels – Wand III
Heringstein* - Plattenvariante zum Alten Weg II*

Neben diesem Beitrag findest du vier neue Fotos in der Galerie Kleiner Zschand.

Bilder auf dieser Seite stammen auch von Dirk Wiesner

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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