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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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intro kleinTour 02/2014
Steige, Sprünge, Singltrails

Gleich vorab: Almuth ist schuld!
Sie gehört seit Jahren zu meinem erweiterten Freundeskreis, hat so manche Wanderempfehlung für sich und ihre Familie von mir erhalten und mich auch schon lange gefragt gehabt, ob ich denn nicht mir ihr und ihrem Partner die Häntzschelstiege gehen würde. Na klar, machen wir – aber bei diesem „na klar“ war es lange geblieben.

Nun aber war die Zeit heran, in der es galt, Nägel mit Köpfen zu machen.

Und so saßen wir am frühen Nachmittag des 09.05.2014 mit Wiese, der sich bereit erklärt hatte, als zweiter Mann für die Frage der Sicherheit mitzukommen, im Auto und rollten in ein abenteuerliches Wochenende nach Mittelndorf.

Abenteuerlich im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wir hatten Mittelndorf gerade erreicht, da gab es das erste Problem: die Brücke war weg!
Sorry, da fehlt natürlich etwas: Noch bevor wir uns in unserem Stammgasthaus – ein lieber Gruß an euch – mit den Sachsen-Aspiranten treffen wollten, sollte eine kleine Trainingsrunde her. Über steile Pfade ging es abwärts in das Tal der Sebnitz – und dann nicht weiter! Blöde Brücke! Das Problem war bald durch eine etwas riskante Querung entlang eines Hanges gelöst – um kurz danach in das nächste Problem zu münden: da die Zeit nun fortgeschritten war, sollte aufwärts abgekürzt werden … tolle Abkürzung, aber die folgenden Bilder sollen für sich sprechen:

Sebnitztaltrail - bloß nicht abrutschen auf dieser heiklen Passage entlang des Flusses Wiese im Bereich der Ochelbaude - wir ahnen beide noch nicht, dass das Abenteuer gleich weiter geht. Sebnitztaltrail - in der Schlucht oberhalb der Ochelbaude - der Ort, an dem Joggen zum Klettern wird, eine feine Aktion mit Laufschuhchen Sebnitztaltrail - Klammanstieg oberhalb der Ochelbaude

Etwas verspätet am Abend lernten wir uns also mit Almuth, Roberto und Björn kennen, fanden erfreulich schnell in gemütlicher Bierrunde einen gemeinsamen Nenner und waren Samstagmorgen unterwegs in Richtung der Stiege. Dort erwartete uns dann allerdings der Super-GAU: ANSTEHEN! Mit uns waren gefühlte hunderte andere auf die gleiche Idee gekommen – und wären da nicht Almuth & Friends gewesen, wir mit Wiese wären wieder gegangen. Irgendwann waren auch wir dran, Roberto und Björn stiegen souverän aufwärts und auch die junge Dame konnte ihre Ängste vor der Höhe und der Ausgesetztheit gut bezwingen.
Vom Adrenalincocktail zehrt sie vermutlich noch heute!

Roberto und Björn wollten es dann noch einen Zacken schärfer. Als wir mit Wiese erklärt hatten, dass wir noch einen Gipfel klettern wollen, waren sie spontan bereit, auch das zu versuchen.
Dass es dann ein Sprung war, hat die beiden Neulinge nicht beeindruckt, scheinbar war ihr Glauben in unsere Worte und Taten unerschütterlich. Aber sieh selbst:

Häntzschelstiege - Almuth am Ende der ersten etwas schwierigeren Passage. Könnte man Adrenalin fotografieren, wäre dieses Bild wohl tief rot ;) Almuth lächelt wieder - denn die Stiege ist (fast) geschafft. Naja, in der Mitte von Wiese und mir war sie ja auch vorzüglich aufgehoben ;) Ausstieg der Häntzschelstiege - hier eröffnet sich ein genialer Blick auf die traumhaft schöne Landschaft der Sächsischen Schweiz. Häntzschelstiege, Ausstieg - hurra, wir leben noch ;)

Ein tolles Team nach toller Tour: Aldo, Almuth, Roberto , Wiese und Björn beim Siegerbiet nach Durchsteigung der Häntzschelstiege Roberto und Björn - hier mit nicht ganz so heiterem Blick: wage ich es oder wage ich es nicht, den Sprung auf den Gipfel wiese-springt Björn beim Sprung auf den Rübezahlturm - ein herrlicher Flug, oder?

Ein richtig toller Kletter- und Wandertag fand in gemütlicher Runde seinen Ausklang, um am folgenden Tag eine grandiose Fortsetzung zu erfahren.
Zwar trennten sich unsere Wege von den neuen Freunden, aber das nun folgende Unternehmen mit Wiese wurde ein Genuss ganz anderer Art.
Wir hatten uns eine 14-km-Trailrunning-Runde durch die hintere Sächsische Schweiz ausgesucht. Das Erlebte lässt sich nur schwer beschreiben, auch hier sollen die folgenden Bilder für sich sprechen:

Start unser Trailrunning-Tour durch die hintere sächsische Schweiz an der Neumannmühle. Trailrunning Auerhahnsteig - in zwei drei Wochen geht hier nichts mehr, dann wuchert der noch junge Farn alles zu. Wiese an der Schlüsselstelle des Auerhahnsteigs - hier war früher eine Steiganlage, heute muss man die Stelle frei klettern Trailrunning auf dem Auerhahnsteig - ohne GPS-Track wäre der Pfad nicht zu finden gewesen. Zum Glück konnten wir ungehindert Joggen - weder am Aus- noch Einstieg haben wir ein Sperrzeichen gesehen.

Trailrunning auf dem Auerhahnsteig - mitten im Nationalpark eine befeuerte Boofe. Trailrunning - Station Webergrotte - Wiese versucht den klassischen Ausstieg, und hätte ich ihn nicht gebremst, wäre er wohl oben gewesen. Trailrunning in der Weberschlucht - richtiger: in der Weberschlüchte Trailrunning auf dem Grenzweg in der Nähe des Großen Winterberges

Der Track unseres Trails
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Fazit:

Ein großartiges Wochenende im Elbsandstein mit einer bis dahin kaum dagewesenen Bandbreite an Erlebnissen. Dazu neue Freunde gewonnen, mit denen wir gern wieder unterwegs sein werden, wenn sie es denn wollen! Fast perfekt, wenn da nicht der Wermutstropfen mit Christianes Verletzung wäre, so dass sie nicht dabei sein konnte.
Also Almuth: was die Frage der Schuld oben betrifft: es ist eine positive, die du gern und mit Stolz tragen kannst ;)

Bilder auf dieser Seite stammen auch von Dirk Wiesner.
Das Ablaufen des aufgezeichneten Trails erfolgt in eigener Verantwortung!

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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