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intro 05Tour 05/2013
Portalturm - wir haben ihn!!!
19.05.2013

Würde man diesen Pfingstsonntag auf das Zielgebiet unserer Tour beschränken, hätte es fast ein Déjà-vu werden können. Aber nur fast! Nicht nur, weil Beschränkung auf Landschaft absoluter Blödsinn ist, sondern auch deswegen, weil ganz andere als geplante Landschaft vorkam. Und andere Teilnehmer waren dabei! Anstatt mit Spinne, wie am Männertag, ging es diesmal gemeinsam mit Volker, Kerstin und Christiane ins Sommersloch am Großen Zschand.

Halt, das ist falsch: es sollte in Sommersloch gehen.
Nur wir gingen zu schnell! Und so schossen wir an unserem Ziel vorbei – um es später schweißtriefend auf anderen Pfaden dann doch noch zu erreichen.
Kein Wunder, wann sind wir schon einmal in dieser altbewährten (was sich auch heute wieder zeigen sollte) Quackensturm-Konstellation unterwegs. Da gibt es Gesprächsstoff ohne Ende – und es ist alles andere als ein Wunder, dass ich im Aufstieg durch das – gedachte - Sommersloch plötzlich sagte: hier war ich noch nie gewesen, hier stimmt was nicht!
Nur wenig später zeigten uns unsere GPS-Geräte die exakte Position und die Auflösung: schwatzend hatten wir den entscheidenden Abzweig verpasst und waren viele Meter später ins sogenannte Fuchsloch gestiegen. Was tun? Höhe hatten wir schon ordentlich, das Ziel war zwar verfehlt, auf Umwegen aber auch von hier aus erreichbar: also nix wie durch! Da der Pfad auch keine Sperrzeichen aufzuweisen hatte, ging es durch dieses wildromantische Tal nach oben, um endlich den offiziellen Bergsteigerpfad zu erreichen, der uns dann zurück in das Zielgebiet führte. Und das standen dann die über dem geschickt ausgelassenen Sommersloch liegenden Kletterfelsen Sommerwand und Portalturm. Zwei Gipfel, die gegensätzlicher nicht sein könnten: die Sommerwand, groß, hoch, mächtig, einer der bedeutendsten Gipfel des Gebietes, der Portalturm versteckt, schwer zu erreichen, eher unbedeutend.

Letzterer bereitete uns mit Volker (während die weiblichen Teilnehmer in den Hängematten chillten) einige Probleme: wir fanden ihn nicht. Jahre zuvor hatten wir ihn von oben gesehen und keinen Plan, wie man die Scharte erreichen könnte.
Nun standen wir unten – und hatten denselben Plan nicht :(

Also hieß es abwinken, machen wir die Sommerwand.
Leute, ein Hammergipfel! Über eineinhalb Stunden haben wir gebraucht, um aus einer verdammt langen Kombination von Altem Weg (II) und Gratweg (III*) den Gipfel zu erreichen, 53m war die Gesamtlänge der drei Abseilstände. Eine traumhaft schöne Bergfahrt, in der Volker vor allem im Endkampf am Gipfel zum Kaminspezialisten wurde und eine saubere Körperdrehung im Schinderkamin hingelegt hat. Glückwunsch, alter Kämpfer – Kamine sind doch ein Genuss, oder?

Unser Team am Fuße der Sommerwand im harten Licht der knalligen Sonne, im Halbschatten der Buchen. Foto: Volkers Handy allein ;) Das Basislager mit gemütlichen Hängematten und diversen, hier unsichtbaren, Köstlichkeiten. Die Sommerwand, aufgenommen vom Gipfel des Portalturms. Der Alte Weg zieht sich von links kommend über die gesamte Wand nach rechts schräg aufwärts. Im Alten Weg - mit Überrasachung, nicht nur, weil hier ein Übertritt in eine scheinbar glatte Wand bevor stand.

Volker im Gipfelausstieg des Gratweges. Der Ausstieg des Alten Weges hatte ihm nicht gefallen - er nahm lieber den Schinderkamin - alle Achtung ;-)  Der Lohn aller Mühen: auf dem Gipfel der Sommerwand. Von hier aus gibt es herrliche Fensichten in die Felsenwelt, im Hintergrund u.a. der Goldsteig. Volker in der zweiten Abseillänge direkt unter dem Gipfel. Verdiente Pause, bevor es auf die Suche nach dem Portalturm ging.

Nach einem Päuschen bei den schwatzenden Weibchen wurmte uns dann doch noch das Portalturm-Problem! Wieder wurde das GPS-Gerät gestartet und das Objekt der Begierde mit millionenschwerer Satellitentechnik angegangen. Tatsächlich entpuppte sich eine eingangs für unmöglich gehaltene Dreckrinne als Zugang zur Scharte – und als Lohn nun schon jahrelanger Mühen, ging es auf einen der wohl kuriosesten Gipfel des gesamten Gebirges – siehe Fotos!

Eine Aufnahme vom Oktober 2008, die verrät, warum dieser Gipfel Portalturm heißt. Damals standen wir oben und hatten keinen Plan, wo und wie es in die Scharte geht. Diesmal hatten wir nach langem Suchen plötzlich diesen richtigen Blick Volker hat seinen Schinder-Kamin-Tag, denn witzigerweise beginnt der Aufstieg hier in der Art, in der die Tour auf die Sommerwand geendet hatte. Aber alle Mühen lohnen sich - für diesen Anblick und die anschließende Durchsteigung des grandiosen Felsportals am Gipfel.

Auf dem Gipfel dann ein >leider, wir waren nur Jahreszweiter! Grandiose Fernsichten in den Großen Zschand und auf die Thorwalder Wände Am Abseilstand des Portalturms. Hier wird die Großartigkeit dieses Gipfels nochmals deutlich! Der alte Weiterweg aus der Webergrotte zum Fremdenweg

Dann aber war Schluss mit der Kletterei, lange genug hatten wir die Damen zurück gelassen, genug Haut war in den engen Kaminen abgeschabt: es folgte der Abstieg in die Weberschlüchte, eine Ausflug zur Webergrotte (die deutlich weniger schön war, als mit Schnee und Eis) und einige Kilometer später das Finale Bier in der Gaststätte Zeughaus, deren Inhaber vermutlich gern schnell reich werden möchte, aber null Ahnung hat, wie man einen Ansturm von Gästen, wie eben an einem warmen sonnigen Pfingstsonntag, angemessen schnell bedient. gegangen!

Bei Spargel, Spaghetti und anderen kulinarischen Köstlichkeiten fand deswegen dieser besondere und sehr schöne Kletter- und Familientag in einem Gartenrestaurant in Ottendorf einen würdigen Ausgang.

@Volker: Joggen und die Wettkämpfe dazu finde ich ja inzwischen auch wieder ganz nett, das Feuer ist wieder da – aber wenn man ab und zu solch einen Tag einschieben könnte … ich würde mich auch um Konzentration beim Anmarsch bemühen, versprochen ;)))

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