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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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intro 04Tour 04/2013
Der kurze Tag des Sandsteins,
die lange Nacht des Sports …

… drei Tage, eine schlaflose Nacht und der eine oder andere feuchte Moment!
So lassen sich die Tage um Männertag & Co 2013 zusammenfassen. Was sich dahinter verbirgt, ist aber weitaus mehr – und länger!
Mit länger ist nun aber auf keinen Fall der Anmarsch von der Buschmühle ins Sommersloch im Großen Zschand gemeint, den ich gemeinsam mit Spinne in den frühen Morgenstunden des Männertages gegangen bin, gemeint.
Trotzdem beginnt die Geschichte hier, naja fast, eigentlich ja schon zu Ostern!

Denn da waren wir im tiefen österlichen Schnee – den Bericht findest du hier – unterwegs durch die Weberschlüchte und hatten die Idee geboren, nach 2003 auch einmal wieder auf eine gemeinsame Klettertour zu gehen. Männertag hatte sich als Termin angeboten, und als wir kürzlich beim Bier zusammen saßen und das Zielgebiet abzustimmen, meinte Spinne: wie wäre es denn mit den Türmen, die wir Ostern gesehen hatten. Das war die Sommerwand!
Warum nicht! Ich liebe den Großen Zschand als das schönste Gebiet des Elbsandsteingebirges und kletternd sind wir hier ohnehin viel zu selten unterwegs. Es ging also an die der Sommerwand nahe Gruppe um das Große und Kleine Seehorn, die ich vor mehr als zehn Jahren mit Volker, Maria und Paul einmal besucht hatte.
Ein Volltreffer, nicht nur weil Spinne, man soll das bei diesem alten erfahrenen Sandsteinhasen nicht glauben, diese Ecke noch gar nicht kannte und er natürlich tief beeindruckt war, sondern vor allem, weil wir hier ein schönes warmes sonniges Stückchen Erde gefunden hatten.
Nun, und ich konnte mich hier bequem „im Plüschsessel des Nachsteigers“, wie mein Freund Steffen Große, auf den ich gleich zurückkommen werde, immer zu sagen pflegt, zurücklehnen. Denn Spinne stieg an den verschiedensten Gipfeln tolle Wege vor, mit der Tour „Alphorn“, III, gelang uns am Kleinen Seehorn sogar eine 83. Begehung.
Höhepunkt war dann ohne Zweifel der Alte Weg IV am Weißen Turm. Weniger wegen der Kletterei, als wegen der Abseile: Spinnes Abseile! Denn dabei entlud sich über uns eine Gewitterfront vom Feinsten, binnen Sekunden waren wir triefend nass – und unser Equipment auch! Damit hieß es schon gegen 14:30 Uhr Abbruch – aber egal, ein herrlicher Klettertag hatte eben ein feuchtes, aber auch recht lustiges Finale gefunden. 

Großlitzner, Südwestkante, III, Spinne steigt in diesen verdammt senkrechten aber überraschend gut griffigen Weg ein. Seilaufnahme auf dem Gipfel. Noch immer auf dem Großlitzner, leider verdunkelt es sich schon, die Gewitter rundum grummeln. Foto: Matthias Bölke Männertag im Elbsandstein, nach dem dritten Gipfel gönnen wir uns das Männertagsbier Es hat ganze 10 Sekunden gedauert, da hatte Spinne abgeseilt und war klatschnass ... Nachtrag im Jahre 2018 - was ich damals nicht ahnte, einer unserer letzten gemeinsamen Gipfelbucheinträge - Kleines Seehorn

Nun aber zurück zu „länger“. Damit ist hier die Nacht vom darauffolgenden Freitag zum Samstag gemeint. Natürlich war die nicht länger, als eine andere Nacht, für uns war sie sogar so kurz, dass sie praktisch gar nicht vorkam – sie war schlaflos:
Denn um 0 Uhr des 11.05.2013 stand ich gemeinsam mit meinem langjährigen Lauffreund Steffen Große am Start des“Run and Bike Neuzelle“ über 100 km. Erst wenige Wochen zuvor hatten wir uns zur Teilnahme als Team „KV FDGB“ entschieden.
Angesichts meines mehr als mäßigen Trainings war die Teamabsprache klar: langsam angehen, alle 2 km wechseln, um trotzdem halbwegs schnell unterwegs zu sein und Kräfte zu schonen – und ankommen.
Es war ein phantastisches Rennen durch eine sternenklare kühle Nacht, wir waren schneller als gedacht. Steffen war als Startläufer kurzzeitig in der Spitzengruppe und nach 53 km liefen/radelten wir noch immer auf Platz 7.
Der erfahrene Läufer wird schon jetzt kopfschüttelnd schmunzeln, denn es ist klar was kommen musste – und kam!
Das Wettkampffieber und der Spaß am Rennen hatten und getrieben, zu schnell getrieben. Denn jetzt kam scheibchenweise der Einbruch. Die fernen Lichter der Teams hinter uns kamen näher und näher. Nach 70 km waren wir schon so langsam, dass wir teilweise noch gerade 10 km/h schafften und natürlich von einem Team nach dem anderen kassiert wurden. Erst mit der warmen Morgensonne und bei etwa 90 km, wir hatten inzwischen alle 1500m gewechselt, kam die Frische etwas zurück und das nahende Ziel trieb das Adrenalin in unsere Adern: nach 8 Stunden und 29 Minuten waren wir als 11. Männerteam (14. Team insgesamt von 48 Startern) im Ziel im Kloster Neuzelle – und lagen uns voller Freude, jeden Schmerz der langen Nacht vergessend, in den Armen!  

Steffen Große und Aldo Bergmann, 10.05.2013, 23:55 UHr, kurz vor dem Start des Run and Bike über 100 km - das Davor-Foto Der Startschuss ist gefallen und, Steffen geht ganz langsam an - hier als Dritter ?????!!!!! Nach 8 Stunden und 29 Minuten glücklich im Ziel - man, war das ein irres Rennen - die Freude über den Erfolg ist hier wohl offensichtlich ;) Das Danach-Foto - mehr als 8 1/2 Stunden später - das Ziel ist erreicht!

Danke Spinne, danke Steffen für zwei tolle Tage, die beide, jeder auf seine Art, unvergessen bleiben werden.
Und natürlich auch ein Dank an Christiane für die tolle Betreuung rund um das Neuzeller Rennen!

Gipfel und Wege des 09.05.2013:
Großes Seehorn - Südkante, IV
Kleines Seehorn - Alphorn, III, 83. Begehung
Großlitzner - Südwestkante, III*
Weißer Turm - Alter Weg, IV

kloster neuzelleMorgenstimmung am Kloster Neuzelle

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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