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intro 03Tour 03/2013
Schneehas bau’n und Schneeballschlacht…
Ostern anders

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden belebenden Blick …“  Jaja, Goethes Osterspaziergang hat wohl fast jeder im Ohr, weniger wegen der damit verbundenen Gesellschaftscharakteristik, sondern vielmehr wegen der sehr treffenden Beschreibung des österlichen Frühlings. Und nun war Ostern! Nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich in die inzwischen wohl alle nervende Bresche schlage (in ein paar Wochen lachen wir hoffentlich darüber), aber irgendwie hat Goethes Osterphantasie heuer nicht hingehauen.
Denn einige Gärten entlang der Straße in das Elbsandsteingebirge waren von Schneemännern, ähhh, -hasen, geziert.

Und Sachsen war ein Winterparadies.
Noch bevor wir unsere Reise in die Felsenwelt angetreten haben, hatten wir Kletterverabredungen abgesagt. Vielleicht würde ja Eisklettern gehen, im Zweifel bliebe ja das Wandern.
Es blieb das Wandern!
Während man in unserem deutsch-sorbischen Flachland den Frühling zumindest schon erahnen kann, war im Elbi nicht die geringste Spur zu erkennen.
Als wir am Ostersamstag gemeinsam mit Christiane und Carmen in den Uttewalder Grund abstiegen, tauchten wir zugleich in die erwartete Wintermärchenlandschaft ab – und ahnten nicht, dass es zwei Tage später noch besser kommen würde. Aber bleiben wir zunächst in dieser Schlucht: der spiegelglatte Pfad durch die Teufelskammer war ein fast akrobatisches Unternehmen, die zum Klettern avisierte Eissäule allerdings zeigte deutliche Schwäche. Trotz allem war die Runde ein winterlicher Hochgenuss – nur eben wenig österlich.

Im Uttewalder Grund, gerade im Winter hat diese Felsschlucht wegen ihrer Enge ihre besonderen Reize Teufelsschlüchte im Uttewalder Grund, vereiste Stufen machen einem das Leben hier besonders schwer Teufelsschlüchte im Uttewalder Grund, leider war diese Eissäule heuer zu schwach ausgebildet, nichts mit Eisklettern Teufelsschlüchte im Uttewalder Grund, im Winter reizvoll, im Sommer sicherlich nicht weniger - auch für Kinder: eine der Kriechstellen in der Schlucht.

Am Morgen des Ostersonntages hatte sich am Wetter – überraschenderweise – nichts geändert. Aber an unserem Team: Spinne nebst Partnerin Cathleen waren zu uns gestoßen und gemeinsam ging es von Mittelndorf hinab zur Kirnitzsch und dann auf dem Königsweg entlang der Affensteine und durch die gewaltigen Schluchten des Kleinen Zschand. Diesen Weg war ich mindestens 20 Jahre nicht gegangen – und auf jeden Fall noch nie im Winter. Ein klarer Fehler! Denn durch die fehlende Vegetation hat man Sichten, die einem den Atem verschlagen.
Und so wird der Königsweg neben den hier folgenden Bildern auf meiner Webseite in absehbarer Zeit seinen eigenen Platz in den Wanderempfehlungen finden.

Königsweg im Elbsandsteingebirge, der linke Kollege symbolisiert das tatsächliche Fest ;) Königsweg im Elbsandsteingebirge, Ostwerwasser am Aufstieg zum Frienstein  Königsweg im Elbsandsteingebirge, in den beeindruckrnfrn Schluchten des Kleinen Zschand  Königsweg im Elbsandsteingebirge, hier im Bereich der Bärenfangwände

Die Idee für die Tour des Ostersonntages – ich gebe hier keine weitere Erklärung zum Wetter und zum Untergrund ab – hatte Spinne: er wolle in der Webergrotte bizarre Eisgebilde fotografieren. Die Webergrotte im Winter? Auch hier war ich seit Jaaaaahren nicht gewesen, auch hier noch nie im Winter.
Was wir auf dieser Wanderung erleben durften, hat alles andere, selbst die Märchenwelt des Uttwewalder Grundes, um ein vielfaches überboten.  Ich verzichte auf Beschreibungen, weil Worte das Erlebte ohnehin nicht treffen würden, ich hoffe, dass die folgenden Bilder zumindest einen kleinen Eindruck vermitteln: 

Es erübrigt sich sicherlich, zu erklären, dass bei dieser Sachsentour wieder nicht geklettert worden ist.
Es erübrigt sich aber nicht, zu erklären, dass dieses Ostern überraschend genial war – ich zwar hoffe, dass dieser Winter nun endlich bald sein Ende findet – ich aber im nächsten Winter ganz sicher wieder in diesem Gebirge sein werde – zum Wandern! Ich weiß noch mehr versteckte Ecken, die ich gern in diese Pracht sehen möchte!

Weberschlucht. Nein, hier sind wir noch nicht in der Schlucht, sondern im Anmarsch via Zeughaus Weberschlucht, schon im Einstieg der Schlucht finden wir bizarre Eisgebilde Wenig später beginnt der enge Teil der Schlucht - und ein Wintermärchen Das Ziel der Tour ist erreicht: vor uns das Ende der Schlucht, die Webergrotte.

Und hier finden wir die Motive, die Spinne erhofft hatte: zahlreiche phantastische Eisgebilde Schon der Weg hierher war wunderschön, die Grotte selbst bringt einen zum Staunen Durch den Dauerfrost ist es selbst im April noch möglich, den kleinen See am Grottenboden zu betreten. Auf dem Rückweg durch die Weberschlucht - gleiches Tal, anderer Blick ...

Auf dem Rückweg packt Spinne aus!  Nämlich Bratwürste. Und an einer offiziellen Feuerstelle werden die dann ordentlich zubereitet - danke Spinne für den Bonus! Und dann plötzlich, mitten beim Braten steigt weißer Rauch auf!  Wir haben einen neuen Papst, oder verstehen wir da etwas falsch :-D Und nun zur Klarstellung: diese Fotos sind Ostern entstanden!!!!  Beweis Nr. 1: Ostereier! Beweis Nr. 2: Osterhase, mit einem Teil von uns im Gasthaus in Mittelndorf!

grotteneis

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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