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lokomoive mTour 12/2011
01.10.2011
Auf der säch'schen Eisenbahne ...

Das erste Wochenende des Oktobers 2011 war ein langes - und sommerlich sonniges und warmes. Dass da der Fels laut rief war klar - und besonders schön war es, dass Thomas Kobbe mein "Flehen" nach einer Bergfahrt erhört hatte.
Erst wenige Wochen zuvor waren wir gemeinsam in Rathen auf den Gansfelsen unterwegs gewesen. Damals hatte Thomas sehnsüchtig zum Klettergebiet der Honigsteine hinüber geschielt und gemeint, dass er da noch nie gewesen sei.
Nun, was lag da wohl näher, als genau dort einmal "vorbei zu schauen".

Wer die Gegend kennt, ahnt, was wir an diesem sonnendurchströmten Herbsttag erleben durften: warmer gut griffiger Fels, herrliche Aussichten, traumhafte Landschaften - und wegen des langen Wochenendes: viele viele fröhliche Kletterfreunde.
Nachdem wir uns am Lamm (Rechte Südwestwand V, Südwestriss IV) aufgewärmt hatten, ging es an das Sahnestück dieses Gebietes, der Lokomotive. Hier stieg Thomas sicher über den Alten Weg, III auf den Dom - und besah sich lange und intensiv den berühmten "Überfall" zur Esse. Sollte er es wagen? Die Zweifel waren zu groß, also abseilen.
Als wir dann vor der Esse saßen und anderen Kletterern  bei deren Touren durch mutige VIIer Routen auf die Esse zusahen, gab es viele viele Kommentare. Der Überfall? Der ginge doch, Thomas sei lang genug, man müsse so anziehen, zupacken, mutig queren ...
Wenig später saßen wir wieder auf dem Dom. Aber eben auf dem Dom, nicht der Esse.
Thomas wollte es zuvor nämlich wissen, jetzt war der Überfall dran! Schnell war der Kesselgrat geritten, die Pfeife bestiegen, das Terrain erkundet ... und dann abermals für "heute nicht machbar" befunden.
Richtig, Thomas, ich selbst würde das Teil nie vorsteigen, auch wenn ich es schon erlebt habe und weiß, dass es machbar ist - für diese Aktion braucht man einen absolut mutigen und entschlossenen Tag.
Unser Tag jedenfalls war von diesem Umkehrer nicht ansatzweise getrübt. Nach der zweiten Besteigung des Doms (wir mussten nämlich wieder rauf, um abseilen zu können) ging es noch auf den Honigstein (AW I solo), die Honigsteinnadel und den Honigsteinturm, jeweils AW III)
Und als wir beim Sonnenuntergang die Heimfahrt antraten, blieb als Fazit der Rückblick auf einen der schönsten Klettertage 2011.

Vor der Südwestwand und dem Südwestriss am Lamm Nach der Durchsteigung der Südwestwand, V, an der Abseilöse Blick in die Rechte Südwestwand, ebenfalls V, am Gipfel Lamm Thomas beim Einstieg in die Rechts Südwestwand, V

Am Abseilstand des Lamms, mit gigantischem Tief- und Fernblick auf die Rathener Felsenwelt und den Amselsee Blick vom Gipfel  Lokomotive-Dom auf Kesselgrat, Pfeife und Esse und damit auf den berühmten Überfall Thomas auf der Pfeife - er ist groß genug, aber das ist heute nicht sein Tag. Meiner hier sowieso nicht ;) Blick von der Pfeife zurück zum Dom und zu meinem Sicherungsstandplatz

Blick vom Gipfel Lokomotive-Dom auf Amselsee und die Gansfelsen Abseilen vom Lokomotive-Dom, gut zu erkennen hier die Weite des Überfalls Thomas kurz vor dem Gipfel der Honigsteinnadel Auf dem Honigstein

 

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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