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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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bielenadelTour 06/2011
07. und 08. Mai 2011
Aktion(en) zur Überwindung der Schwerkraft

könnte man die Unternehmungen des 07. und 08. Mai 2011 nennen. Es war - hurra - schon wieder ein Kletterwochenende im Elbi angesagt, und das auch noch in „großer Besetzung“ und mit „großem Kino“.
Denn als Gast eines Klettererteams aus den Klettervereinen „FDGB“ und „Bergpunx“ Berlin (Milena, Otto, Dirk und Steffen) ging es für mich um eine ganz besondere Art des Gipfelsammelns, nämlich solcher, die ich aus eigener Kraft vorsteigend wohl kaum erreichen könnte.

Und so klimperten in der Morgensonne des Samstags die Karabiner einmal mehr im Bielatal, zum dritten Mal in kurzer Folge in der Region hinter dem Nymphenbad. Auf unserer FDGB-Reise mit Steffen hatten wir die Falken- und die Ringelspitze voller Respekt „stehen lassen“.
Das sah heuer anders aus, denn mit Dirk und Otto waren zwei hervorragende Vorsteiger im Team, denen es nach guten Routen nur so dürstet.
Als ich mich dann, Dirk folgend, an der Falkenspitze in den Talweg (VI) wagte, war von einer guten Route allerdings nichts zu merken: ollig, dreckig, botanisch! Aber dann, nach oben hin, wurde es großartig. Herrliche Wand- und Risskletterei auf einen sehr exponierten Gipfel.
Vor dem dreckigen Einstieg dieses Weges scheint sich die Welt der Kletterer aber zu fürchten: wir hatten uns die 9. Begehung geholt.

Dann die Ringelspitze! Die hatten wir uns zwar einst angeguckt, dann aber respektvoll abgewinkt. Heute legte Dirk hier mit der „Eigentlichen Westkante“ eine sehr schöne VIIb vor, die ich so toll fand, dass ich mich für einen kurzen Flug durch die Wand und eine teilweise nochmalige Besteigung entschieden habe. Oder sagen wir mal so: entschieden worden bin ;)
Krönender Abschluss war der Alte Weg (V*) auf die Dürrebielenadel.

Eigentliche Westkante, VIIa, an der Ringelspitze im Bielatal KV FDGB Berlin auf der Gipfelsuche - oben KV FDGB Berlin auf der Gipfelsuche - unten Windspitze, Bergweg 2/III . hier aber nicht gesprungen sondern tiefer übergertreten

Milena auf den ersten Metern des Alten Weges VIIa an der Heringsgrundnadel Das ich so etwas erleben darf - im Alten Weg VIIa an der großartigen Heringsgrundnadel Alter Bock - Aktion zur Überwindung der Schwerkraft - VI Heiliger Wenzel, Steffen in der Kleinen reibung VIIa

Nach einem lustigen Bierabend in der Ilmtalbaude Schmilka lag am Sonntag nichts näher, als Klettern im Schmilkaer Gebiet.
Geringe alkoholische Restschwankungen konnten erfolgreich in der „Kleinen Reibung“ am „Heiligen Wenzel“, die wir ohne Unterstützung und damit als VIIa durchstiegen sind, erfolgreich austariert werden. Dirk legte daneben in der „Friktion“ seinen ersten VIIc-Vorstieg hin.
Dem folgte eine wunderschöne Bergfahrt im 5er-Team über den Alten Weg (VIIa – ein echter „7000er“ also) auf die Heringsgrundnadel.
Viel Zeit war vom Tag dann aber nicht mehr geblieben. Allerdings stand da noch der „Alte Bock“, ein für das Gebiet eher quackiger Gipfel, genau am Wege.
Steffen hatte es hier die Titelroute dieses Beitrages angetan „Aktion zur Überweindung der Schwerkraft“. Eine Sechser-Reibung. Schon bald war Dirk hier für Steffen und mich vorsteigend unterwegs, während Otto und Milena sich über die Fünfer-Rebung „Zicke“ auf den Weg zum Gipfel machten.
Beide Touren entpuppten sich aber als hartnäckige, nervenaufreibende und nicht zu unterschätzende Wege, beide Wege dürften deutlich schwerer sein, als sie tatsächlich bewertet sind.
Übrigens hat uns die „Aktion …“ sogar noch die 25. Begehung gebracht – kein Wunder, denn das der Weg trocken war, ist angesichts der Moosauflage eher ein Wunder.

Dieses Maiwochenende war dann mal wieder Klettern auf einem deutlich über meinen Vorstiegsfähigkeiten liegenden Level – aber ein echter Klettergenuss!

Danke also nach Berlin! War echt schön, Euch kennengelernt zu haben – und: gern wieder! Denn es gibt noch so manche Schwerkraftfrage im Elbsandsteingebirge zu lösen ;)

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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