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    Bergsteigen, Laufsport, Spaß am Leben

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130Tour 13/2008
20. bis 23. Juli 2008
Luftkampf über Schmilka
oder
Felsklettern und Greifvögel

Wer meint, hier jetzt ornithologische Abhandlungen über die geschützten Greifvögel im Elbsandsteingebirge zu finden, der irrt. Und dsas Felsklettern und Artenschutz eng zusammen gehören, weiß jeder, der klettert - nicht umsonst sind manche Gipfel oder Gebiete immer oder zeitweise gesperrt.
Aber auch darum geht es nicht. Es geht nur um einen Greifvogel - den Bussard. Nur dass der  Bussard, dem wir begegnet sind, keine Federn hatte ...

Einfach mal die Arbeit liegen lassen und ein paar Tage Urlaub genießen, dass war unsere Devise mit Thomas Kobbe an diesen Tagen Mitte Juli - und Alex Mai, der in Kürze nach Ende seines Studiums ins Arbeitsleben tritt, hat sich kurzerhand angeschlossen. Zielgebiet war diesmal das Schmilkaer Gebiet.
Nun, und gleich am Nachmittag des Anreisetages ging es dort auf Gipfelsuche, schließlich auf die Bussardwand und dann auf den Bussard. Wir hatten den Schartenweg, (IV) ausgesucht. Nut wenig später fanden wir uns in einer Art "Luftkampf" wieder. Denn um in diesen Weg zu kommen, musste man eine derartige Spreize hinlegen, dass selbst Thomas mit seinen Längenvorteilen echt zu knabbern hatte. Für Alex war diese Art zu klettern eine völlig neue Erfahrung, hatte am Anfang dann aufgrund falscher Technik auch recht lustige Stunts, es aber schließlich dann doch wie alle gut auf den Gipfel geschafft. Das obere Foto ist natürlich  im Hintergrund verfälscht ;)
Nachdem wir den gesamten Schmilkaer Kessel auf einem der Bergsteigerpfade einmal umwandert hatten, ging es am nächsten Tag an die Lehnsteigtürme. Hier hatten wir vor Jahren mit Volker einen herrlichen Klettertag - diese Routen wollten wiederholt werden. Höhepunkt dieses zweiten Tages aber war die Reibungskante, VIIa, am Urvieh.
Hier hat sich Thomas wieder einmal als ein nervenstarker und sicherer Vorsteiger, die Kante selbst dann als ein sehr lösbares Problem im siebenten Grad, entpuppt. Wer Reibungskletterei mag und kann: nix wie ran, diese Route sollte man haben!
Wenig erfreulich war dann der dritte Tag, denn der ist regelrecht ins Wasser gefallen. Dem Regen in Schmilka sind wir ausgewichen, um im Bielatal zu klettern. Aber auch dort hatte uns das Wetter eingeholt, so dass wir die Ausrüstung nicht einmal auspacken brauchten. Letzten Endes wurde es ein Wandertag.

Das Foto von oben, Originalblick: Schartenweg, IV, an der Bussardwand, hier versucht Thomas den Einstieg Und hier das andere Motiv der Montage - Blick von unserem Klettergebiet zum Rauschenstein Aber zurück zur Tour - Thomas hat den Einstieg in den Schartenweg geschafft Bereit zum Klettern an den Lolatürmen bei Schmilka

Selfi auf dem Gipfel eines der Lolatürme Alexander in der Reibungskante, VIIa*, am Urvieh Klettern am Poblätzschhorn - Alexander im Alten Weg II Thomas wagt sich in die Touren, die ihm gefallen: Wurzelkopf, Alter Weg, VI*

Mit Volldampf ging es aber ins Finale, in den vierten Tag. Da es morgens noch feucht und unbeständig war, begann der Tag wieder mit einer Wanderung und Gebietserforschung, diesmal  am Poblätzschhorn. Leute, ein herrliches Stück Landschaft, weit weg vom Tourismus und auch vom normalen Wanderer, dazu mit einer Aussicht, wie man sie nur selten findet. Der Weg zur Poblätzschspitze lohnt sich also allemal. Die sind wir dann auch bestiegen, anschließend waren wir noch auf dem Poblätzschturm - und bei der Suche nach den anderen Gipfeln dieser Gruppe haben wir uns dann ordentlich verlaufen.
Verdammte Kiste! Steile gefährliche Wege in sicherlich nicht ganz erlaubtem Gebiet! Da war der Wurzelweg eine willkommene Rettung und eine verblüffende Lösung für unsere Kletterbegierden.
Denn von hier wollte ich den beiden anderen den Bergsteigerpfad durch die Steinlöcher zeigen. Nun, und der führt genau am Wurzelkopf vorbei, einem hohen einzelnen Gipfel genau am Felsabbruch mit einem Alten Weg, der immerhin eine VI* aufzuweisen hat.
Und wieder war es Thomas, der über sich hinaus wuchs, uns als zweite Seilschaft 2008 auf diesen Gipfel führte und einen Eintrag in ein nur wenig beschriebenes Gipfelbuch bescherte.
Das war dann dass herrliche Finale von vier Tagen Elbsandstein, die mit ihren Touren, der herrlichen Landschaft, einem guten Team und einem hervorragenden Quartier in Schmilka das Gefühl eines langen Urlaubs hinterlassen haben.
Selbst Luftkämpfe können also schön sein!

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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