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Auf dem Gipfel NonneTour 6 /2008
13.04.2008
Von Nonne zu Nonne
Ein Klettertag am Rauenstein

Langsam mag es ja an „Rumtreiberei" grenzen, aber auch an diesem Wochenende war es auf Klettertour gegangen. Diesmal wieder gemeinsam mit Thomas Kobbe. Auch wenn er inzwischen zum alten Hasen des Sandsteins heran wächst, kann man ihn noch immer mit neuen Klettergebieten und -erfahrungen überraschen.
Und so trafen sich mein Anliegen, meine mir letzten fehlenden Gipfel am Rauenstein nachzusammeln sehr gut mit seinem Begehren, neue Gegenden kennenzulernen.

Ihr Nichtkletterer, die ihr das lest: kennt ihr den Rauenstein? Ein herrliches kleines Massiv am Westufer der Elbe zwischen Wehlen und Rathen, das eine Wanderung allemal lohnt! Es ist auch für Kinder bestens geeignet, da abwechslungsreich mit spannenden und zugleich sichereren Passagen.
Unser Ziel war aber in erster Linie die Kletterei. Nun, und wer sich auskennt, wo beginnt man hier gewöhnlich? Richtig, an der Nonne.
Klassisch ging es, eigentlich nur als warm up gedacht, über den Alten Weg (II) auf den Gipfel. Von weiteren Touren haben wir dann allerdings entnervt abgesehen, weil die Zahl der Kletterer, sandschaufelnder Kinder und an einem herum riechender und nach den Frühstückbrötchen schielender Hunde (vier !!!) bedrohlich zugenommen hatte.
An den folgenden Gipfeln waren wir dagegen fast allein, lediglich drei Jugendlichen, die vermutlich mehr Bierflaschen im Rucksack hatten, als Equipment, und deswegen am Abend, als wir sie das letzte Mal sahen, schon deutlich lallten (Wer von denen hat bloß das Auto gefahren!?) sind wir immer wieder begegnet.

Nonne Alter Weg Nonne Abseilöse Dreifreundestein Winkelriss Rauensteinspitze Übertritt

Rauensteinspitze Abstieg Massiv Übertritt an der Rauensteinspitze Auf dem Rauenstein Rauensteinwächter

Nach der herrlichen Lämmelwand (II1*) auf den Rauensteinturm kam dann aber auch schon der Hammer des Tages. Eigentlich hatte ich nach dem Übertritt auf den Brausenstein in der Vorwoche gedacht, dass es mit derartigen „perverseren" Aktionen 2008 sein Bewenden habe. Denkste! Mir hatte die Rauensteinspitze wohl nur deswegen gefehlt, weil nur schwere und unangenehme Wege auf diesen Gipfel führen. Was also tun? Richtig, den leichtesten davon wählen, und der heißt „Übertritt III". Ich möchte gern mal den Leuten ins Gesicht sehen, die so etwas vorsteigen, also nicht wissen, was einen erwartet! Man steigt ca. 5 Meter eine senkrechte Wand teilweise auf Reibungstritten ab, schwingt sich dann heldenhaft über eine graulich breite und tiefe Schlucht auf einen Reibungsabsatz und wenn man Glück hat, schießt einen der eigene Herzschlag dort nicht gleich wieder aus der Wand! Mit einer zirkusreifen Akrobatikeinlage erreicht man dann sogar Griffe und dann zum Glück ganz einfach den Gipfel. Jedenfalls hätte ich mit meiner Adrenalindosis einen ganzen Reisebus versorgen können. Selbst Thomas mit seinen Vorteilen durch seine Körpergröße hatte hier seine argen Probleme und damit, wie eingangs schon gesagt, eine neue „Klettererfahrung" gesammelt. (@Ralf: Dein nächster Vorstieg *grins*)
Diesen Kulturschock haben wir uns dann aber mit der Neckischen Sache (VIla — Vorstieg Thomas) an der Khedive veredelt, sind dann noch den Rauensteinkopf (Alter Weg III) gestiegen und schließlich hat es in der Sonne des späten Nachmittags im Gasthaus auf den Rauenstein ein Bierchen gegeben.
Den Tag haben wir dann mit dem Alten Weg II auf den Rauensteinwächter und einer Rückkehr zur nun stillen, von Vogelgezwitscher umrahmten hundefreien Nonne, hier in der Südwestwand (VI*), ausklingen lassen.

Sonnenuntergang hinter den BärensteinenSonnenuntergang hinter den Bärensteinen

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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