decsenfritjaples

logo kontur

04Tour 4 / 2008
29. und 30.03.2008
Klettern mit den Wiesners macht Spaß
oder
Abenteuer Schweineschlucht

Am Wochenende zuvor noch im Tiefschnee – wir waren bei einem Osterbesuch in Schmiedefeld am Rennsteig eingeschneit, so dass sogar  Abfahrtslauf möglich war, jetzt wieder in der Frühlingssonne im Sandstein - irgendwie beginnt das  Tourenjahr verrückt! Aber nicht meckern, denn eigentlich können wir damit nur zufrieden sein - und sehr zufrieden bin ich mit dem letzten Kletterwochenende.

Am dienstäglichen Stammtisch war die Idee geboren, gemeinsam mit Dirk Wiesner ein Kletterwochenende in Sachsen zu verbringen, und als die Wettergötter es dann auch noch gut mit uns meinten, hielt uns hier in Cottbus nichts mehr fest. Samstagmittag ging es los, wie immer bei so später Anfahrt mit dem Ziel, einen Einzelgipfel zu sammeln. Tagesziel war die Cunnersdorfer Nadel im Gebiet der Steine, etwas abseits gelegen, aber immerhin mit einem Alten Weg III*.
Fast Problemlos haben wir diesen Felsen dann auch gefunden, waren von dem herrlichen Weg und der phantastischen Aussicht überrascht und haben irgendwie alles an diesem Klettertag richtig gemacht - auch die nachfolgende Abendgestaltung. Denn wie inzwischen üblich ging es in das Gasthaus "Am Weinberg" in Mittelndorf. Dort wurde bei Bier und Magenbitter gelacht und diskutiert ...
... und am nächsten Morgen haben wir uns dann wegen der alkoholbedingten Demoralisierung wieder über uns selbst geärgert. Egal, es ging zur Felsgruppe an den Lorenzsteinen. Für Wiese war das ein völlig neues Gebiet, mir fehlte hier noch der Große Lorenzstein.
Zunächst sind wir jeweils über die alten Wege solo auf den Kleinen Lorenzstein und das Rabentürmchen gestiegen - mein Gott, das war vor 30 Jahren am 21. August 1978 am dritten Klettertag mein neunter Gipfel - und dann haben wir der Perversion einen Namen gegeben: Schweineschlucht! Solch ein Name lockt den echten Quackenstürmer!
Naja, sagen wir mal so: den Gipfel des Großen Lorenzsteins haben wir in Wanderschuhen bequem erreicht, die Sachen sind bei Sonne und Wind schnell getrocknet und mit etwas Glück gehen auch die Dreckflecken wieder aus der Kleidung ;))

Auf dem Kleinen Lorenzstein nach Solodurchsteigung des Alten Weges I Das Bild verdeutlicht, warum der Weg auf den Großen Lorenzstein Schweineschlucht heißt - naja, heißen könnte ;-) Am Gipfelbuch des Großen Lorenzsteins In der Westwand, VI, am Großen Lorenzstein

Im Einstieg der Nordkante, VI, an der Lorenzsteinnadel Im oberen Abschnitt der Nordkante an der Lorenzsteinnadel Als einzeln stehenden Gipfel extra angesteuert - die Cunnersdorfer Nadel Wiese im Nachstieg des Alten Weges, III, an der Cunnersdorfer Nadel

Also: wer es mal richtig schweinisch möchte, dem empfehlen wir die Schweineschlucht auf den Großen Lorenzstein - die, jetzt die Ehrrettung, bei Trockenheit von mehreren Monaten vielleicht sogar ganz nett ist.
Während Wiese mit dieser Tour seinen Klettertag abgehakt hatte, hatte ich Glück - mit einem anderen Wiese. Denn auf dem Gipfel haben wir Ulrich Wiesner aus Königsbrück getroffen, der hat einen Partner gesucht, und so bin ich dann noch zu zwei herausragenden Sternchenwegen gekommen: der Westwand VI** am Großen Lorenzstein und der Nordkante VI* an der Lorenzsteinnadel. Beide Klettereien einfach nur schön. Und die Nordkante steht jetzt in der Liste meiner Ziele für einen Vorstieg.
Jedenfalls haben wir nach zwei schönen Klettertagen die Heimat wieder gut erreicht, haben unsere Tourenstatistik ordentlich aufgebessert - und sind heißer als zuvor - auf den nächsten Klettertag!

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

Danke für

den Besuch

auf Quackensturm

Enjoy your life!