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04Tour 4/2007
25.04. bis 01.05.2007
7 Tage Sandstein - Zwischen Meister des Sandsteins und Südostriss am Mönch

So intensiv hatte ich Sandstein bisher noch nie erlebt: ganze sieben Tage waren wir auf Tour. Und als ob es eine Entschuldigung für das überwiegend miese Wetter des Vorjahres sein sollte: alle Tage bei strahlendem Sonnenschein.
Anlass dieser langen Kletterreise war der "Kurs Felsklettern" unserer Cottbuser DAV-Sektion  bei dem wohl bekanntesten Elbsandsteinkletterer: Bernd Arnold. (Foto links) Drei Tage hatte uns der Meister in seinen Händen und demonstrierte uns nicht nur die Grundtechniken des Kletterns, sondern führte uns durch großartige sächsische Felswände. Immer wieder versetzte er uns mit seiner beeindruckenden spielerisch leicht wirkenden Art zu klettern ins Erstaunen.

So waren wir gemeinsam an der Hexe und an der Kleinen Brandscheibe im Brandgebiet, am Türkenkopf und Lithostein in Rathen und schließlich abermals im Brandgebiet an der Brandpyramide und der Steinbruchnadel unterwegs.
Die Brandpyramide war dabei das wohl beeindruckendste Highlight, wie man auf dem Foto unten wohl gut vermuten kann. Hier probt sich Wiese, anfangs wie alle recht verzweifelt, später mit zunehmender Sicherheit, im Alten Weg, einer Reibungskletterei im fünften Grad. Es war schon erstaunlich, wo und wie man in der Wand auch ohne Griffe und Tritte stehen kann.
Übrigens: Der Meister selbst war diese Wand seilfrei barfuss hinauf und hinab geturnt und hatte für uns mit einem Handfeger Sand und Fichtennadeln von den kaum vorhandenen Tritten gebürstet.
Das waren drei wunderschöne Tage unter meisterlicher Anleitung, die allen Teilnehmern viel an Erfahrung gebracht haben.

Wer mehr dazu erfahren möchte und Lust auf mehr Fotos hat, kann einfach auf der Homepage des Klettersportvereins Quackensturm e.V. nachsehen, dort folgt in den nächsten Tagen die entsprechende Veröffentlichung.
Diesen drei doch recht anstrengenden Tagen ließen wir - neben mir Dirk Wiesner, Thomas Kobbe, Carmen Simmank und Dirk Fechner - dann einen Wandertag der besonderen Art folgen. Es sollte ein Wegabschnitt für unser Projekt "13 in einem Zuge" erkundet werden. Von Rathen ging es durch das Polenztal in Richtung Schrammsteine. Dabei wurden uns, wie das Foto links
erkennen lässt, herausragende landschaftliche Blicke geboten.
Geklettert wurde an diesem Tage auch, und das besonders hart. Nur wenige Wochen zuvor hatten wir den Zahnsgrundwächter (Alter Weg VI) stehen gelassen. Der sollte nun, mit dem Schwung der Ausbildung am Fels, bezwungen werden.
Das ging dann aber gar nicht so einfach: die Schlüsselstelle musste unter Zuhilfenahme eines kräftigen Kletterers aus dem Harz gebaut werden, das war Spannung hoch zehn. Auch dazu Fotos auf der Vereinsseite.
Nein, das Foto rechts hat damit nichts zu tun, das stammt vom fünften Tag der Tour.

Mit dem Meister auf dem Türkenkopf Carmen im Einstioeg des Alten Weges, VI*, an der Schluchtnadel Im hammerharten Alten Weg, wohl nur VI, am Zahnsgrundwächter Brandpyramide, Alter Weg V - wenn man Reibung nicht beherrscht eine Route voller Rätsel

Wiese im Einstieg des wohl aufregendsten IIIer-Risses in Sachsen, dem Südostriss am Mönch Wanderung zur den von Rathen Schrammsteinen Auch der Nachwuchs hat frühlingshaften Wanderspaß Im hammerharten Alten Weg, wohl nur VI, am Zahnsgrundwächter

Denn im Laufe des Sonntags waren teilweise Familien und auch Ralf Hanke mit Marlies Preußmann zu unserem Team gestoßen und gemeinsam war es auf Natur- und Klettertour in die Zschirnsteine gegangen. Auf dem Foto nun probt sich Max im Alten Weg (I) am Winkelblock, erstaunlicherweise freiwillig, recht ordentlich und ohne zu meckern.
Der darauffolgende Tag wurde dann aber wieder in altbewährter Form durchgeführt. Während die Familien eine Wanderung durchführten, waren wir am Fels unterwegs. Gemeinsam mit Rene Döhring aus Dresden und Thomas Kobbe kletterten wir die für uns machbaren Gipfel am Gamrig bei Rathen und genossen die herrlichen Tief- und Ausblicke auf das Elbsandsteingebirge. Höhepunkt des Tages war dann aber der Höhepunkt des wohl gesamten Wochenendes:
Es ging zu viert (Wiese, Thomas, Rene und ich) mit einem 60m-Seil auf den 45m hohen Mönch, und zwar durch den genialen Südostriss. Vier Mann und 60 m Seil? Genau, das war dann doch ein recht alpinistisches Unternehmen, bei dem ihr Wiese oben im berüchtigten Einstiegsriss seht, der auch gleich die Schlüsselstelle der gesamten Tour darstellt.
Das sanfte Finale war dann ein Besuch am Wolfskopf im Bielatal am 01. Mai. Ziel war es, das Thomas Kobbe, Neuling im sächsischen Fels, seinen ersten Vorstieg erlebt: die gut gesicherte Südostwand (IV). Wie man rechts sieht: er hat es gewagt, hat es geschafft - und wir haben ihn geschafft:
Wir haben einen "Sandstein-Süchtigen" mehr" ;))))

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

Danke für

den Besuch

auf Quackensturm

Enjoy your life!