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03 07 introTour 3/2007
06.04.2007 - 2 x Falkenstein
Ein völlig anderer Klettertag

Wenigstens ein Tag der Osterfeiertage gehört seit Jahren traditionell der Kletterei. In diesem Jahr stand getreu dem Motto: "Wenigstens einmal pro Jahr diesen Weg steigen" ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: der Schusterweg am Falkenstein. Das besondere an der Tour 2007: es ging gemeinsam mit Volker, für den dieser geniale Kletterweg noch Neuland war, in die mächtige Südostwand des Falkensteins.
Bereits mehrmals hatten wir dieses Projekt gemeinsam im Auge gehabt, aber entweder waren es Termin- oder Wetterprobleme, die uns immer wieder im Wege gestanden hatte.

Auch am Karfreitag 2007 sah es zunächst gar nicht so gut aus. Zwar hatte der Wetterbericht gutes Wetter für Sachsen versprochen, doch immer wieder war auf der Hinfahrt leichter Nieselregen gefallen. Aber unbeirrt davon ging es zielstrebig in die Schrammsteine und diese Zielstrebigkeit wurde schließlich mit trockenem Fels und später dann sogar ausreichender Sonne belohnt.

Zügig und souverän ging es über den Schusterweg (Einen allgemeinen Bericht hierzu findest Du über den Link Der Schusterweg am Falkenstein) in Richtung Gipfel. Nach etwas mehr als zwei Stunden waren wir auch oben. Wie immer war diese Tour einfach nur Genuss und selbst Volker, der enge Kamine eigentlich überhaupt nicht mag, hatte im Unteren Reitgrat nur kurz geblubbert aber diese "Engstelle" vor lauter Gipfelendorphinen schon bald vergessen.
Während der Abseile gab es dann auf dem großen Sandband - bis hierher hatten wir die Rucksäcke mitgenommen - noch eine Mittagsrast in wärmender Frühlingssonne, erstaunlicher Weise völlig ungestört von anderen Kletterern.
Eigentlich sollte es dann noch die eine oder andere Kletterei geben, aber es ist nur bei der Einen, dem Alten Weg am Knaben, geblieben. Denn es hat sich wieder einmal gezeigt: hat man den Schusterweg in der Tasche, macht anderes Klettern einfach keinen Spaß mehr, so gewaltig sind die Eindrücke.
Was nun aber mit dem Nachmittag anfangen? Naja, ich wusste es vorher, das (schöne) Elend kam nämlich erst noch.
Volker trainiert gegenwärtig  knochenhart mit festem Trainingsplan für einen Marathon. An diesem Freitag hatten 20 km auf seinem Plan gestanden und so hatte der Klettertagskompromiss von vornherein geheißen: Kombination von Klettern und Laufen.

Volker im Kriechgang des Schusterweges am Falkenstein Am Standplatz vor der Reibungsseillänge des Schusterweges am Falkenstein Einstieg in den unten verdammt engen Unteren Reitgrat Volker im Ausstieg des Unteren Reitgrats  des Schusterweges am Falkenstein

Geschafft - das erste Mal Falkenstein an diesem Tag - Volker auf dem Gipfel Auf dem Weg zur letzten Abseile Vor dem Start unser Joggingrunde auf dem Parkplatz an der Neumannmühle  	Auf unserer herrlichen Joggingrunde, hier am Bloßstock

Gegen 14 Uhr starteten wir vom Parkplatz Neumannsmühle zu einem Gewaltritt durch den Elbsandstein.  Zunächst ging es vorbei an den Affensteinen abermals zum Falkenstein - der nun natürlich mit völlig anderen Augen gesehen worden ist - durch das Schrammtor und über den Elbleitweg nach Schmilka. Von dort in einer elenden Schinderei über den Wurzelweg auf den Winterberg und über den Roßsteig und das Zeughaus zurück. Insider wissen, was das für eine Hammertour ist. Über ca. 23 km mit 605 Hm erlebt man einmal diesen Teil der Sächsischen Schweiz komplett. Laufsport vor großartiger Kulisse!
Ein völlig anderer Klettertag also, wie es ihn bis dahin noch nie gegeben hatte - aber absolut erlebenswert!
(Nur ob ich auf Volkers Vorschlag, zukünftig pro gekletterten Gipfel anschließend 5 km zu laufen, eingehen werde, muss ich noch überdenken. Immerhin klettern wir manchmal acht, neun oder zehn Gipfel am Tag .... ;)))

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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