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02Tour 2/2007
23. bis 25. März 2007
Zwei flotte Dreier

Eigentlich ist es nicht zu glauben, aber letztmalig waren wir im August 2006 ein gesamtes Wochenende im sächsischen Fels unterwegs. Alles was dann kam, waren Tagestouren. Jetzt endlich war es wieder einmal soweit! Gemeinsam mit Dirk Fechner und Dirk Wiesner ging es als dynamisches Dreierteam ;)) vom 23. bis 25. März in die Vereinshütte, natürlich mit dem Ziel, gut und viel zu klettern.
(Biertrinken und blöd Quatschen sind gern gesehene Nebenerscheinungen.)

Allerdings war das Blitzprojekt für den Freitag, nämlich einen Einzelgipfel im Brandgebiet sozusagen im Vorbeifahren mitzunehmen, wegen Regens von vornherein gescheitert. Es fing also an, wie bei den letzten Touren immer. Einfach nur ärgerlich!
Wegen genau dieser Nässe und der nicht gerade überzeugenden Wetterprognose ging es am folgenden Tag in das Bielatal. Dort geht in der Regel immer was. Also um ganz ehrlich zu sein: es ging auch und es hat mit insgesamt sechs Gipfeln auch richtig Spaß gemacht. Aber die Gipfel und vor allem die Wege mussten schon sehr bewusst ausgesucht werden, um nicht mit all dem Glibber auf Griffen und Tritten ins Tal zu rauschen.
Während Wiese und Fechi hier also sechs neue Gipfel in ihre Sammlungen einbringen konnten, waren für mich der Waldturm und der Mittlere Wiesenstein neue Errungenschaften und mit der Abseile vom Mittleren Wiesenstein waren wir zudem alle um eine Erfahrung reicher: Abseilen kann so richtig Sch... sein! Eine schlimmere Abseile habe ich in Sachsen bisher nicht gefunden — kaum zu erreichen, wenn man sie erreicht hat, nur schwer zu hängen und wenn man dann drin ist .... naja! Tipp für alle Besteiger dieses Gipfels: klettert auf dem einfachen und sehr sicheren Alten Weg zurück!
Für Wiese war dieser Tag ein besonderer: er hat, alle Klettergebiete (Sachsen, Böhmen, Zittau, Alpen) zusammen genommen, seinen insgesamt 100. Gipfel bestiegen.

Wiese beim Klettern an den Wiesensteinen - das hat doch was, oder? So düster, wie es aussieht, ist es – eine der besch… Abseilen, die ich kenne – vom Mittleren Wiesenstein Fechi im Alten Weg II am Mäuseturm Auf dem Waldturm im Bielatal

Zustieg zum Götze in den Schrammsteinen nahe der Schrammsteinbaude In der Route Künstlicher Weg III am Gipfel Götze Am Abseilstand des Gipfels Götze in den Schrammsteinen Geiergucke, Alter Weg, V - Fechis Paradetour

Am Sonntag hatten wir dann endlich das ersehnte Frühlingswetter, herrlichsten Sonnenschein. Planmäßig ging es in die Schrammsteine und hier in den Zahnsgrund. Dort hatte der „Künstliche Weg III" am Götzen als Sternchenweg unser Interesse geweckt. Als wir ihn in der Tasche hatten, waren wir an eine inzwischen alte Erfahrung böse erinnert: es muss nicht III drin sein, wo III draufsteht. Wiese hat den Sandstein besonders zärtlich umarmt und "Antreten mit dem Bauch" geübt. ;)))
Unser Tipp hier:
Finger weg für Vorstiegsneulinge und auch dann, wenn Du IV nicht sicher versteigen kannst!
Nachdem wir zur Beruhigung unserer Gemüter den Zahnsgrundturm eingesammelt hatten, waren wir zugegebenermaßen für den weiteren Tag etwas konzeptionslos. Denn unser nächstes Ziel, den Hüttenwart, mussten wir wegen triefender Nässe von vornherein unberührt stehen lassen. Jetzt noch richtig hoch in die Schrammsteine steigen? Bei einem Bierchen in der Schrammsteinbaude wurde dann kurzerhand der Entschluss gefasst, ins Brandgebiet zu wechseln, dort das Brandhotel zu begutachten und natürlich noch etwas zu klettern. Klappte dann alles in allem ganz gut, nur mit dem Klettern haperte es etwas. Wir waren zu unentschlossen, um in die teilweise recht merkwürdigen Wege einzusteigen. Aber einen echten Höhepunkt gab es dann doch noch:
Fechi stieg den Alten Weg (V) an der Geyergucke vor und bescherte mir damit in recht würdiger Weise nicht nur einen Traumfünfer, den man einfach mal gemacht haben muss, sondern vor allem meinen 400. Sachsengipfel.
Drei starke Typen in drei Klettergebieten flott unterwegs (Ich hoffe, Du hast beim Titel nichts anderes gedacht) — das war dann mal wieder ein richtiges tolles Kletterwochenende. Ein schönes Gefühl bleibt dann auch im Nachhinein noch: das Kletterjahr hat erst begonnen!

Empfohlene Links Elbsandsteingebirge

 

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