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Blitzschlag an der Muchetta
Wenn es plötzlich anders kommt ...

Es ist wohl der Alptraum  aller Bergfreunde, ob für Wanderer oder für Kletterer: ein Berggewitter. Am besten, man achtet auf den Wetterbericht und geht der Gewittergefahr einfach aus dem Wege. So denken wir auch! Doch es kann alles ganz anders kommen:

Am 19.08.1998 war Aldo mit einer Gruppe von Sportfreunden des LTSV Forst 1990 e.V. am Albulapass (Schweiz/Graubünden) unterwegs und wandernd sollte der Gipfel des Muchetta, 2623 m, erstiegen werden.

Der Wetterbericht hatte störungsfreies Wetter mit leichter Quellbewölkung am Nachmittag vorausgesagt. Hinweise auf Gewitter gab es nicht.

Bei Erreichen des Gipfels hatte sich tatsächlich Quellbewölkung gebildet, aufgehäuft hatte sie sich jedoch noch nicht. Nur einige Wolken waren an der Unterseite dunkel gefärbt. Als der Gipfel nördlich über einen langen Grat verlassen werden sollte, gab es plötzlich einen Donnerschlag. Gewitter? Davon war jedoch keine Spur! Nach einem zweiten Donnerschlag allerdings war klar, dass etwas in der Luft liegen müsse.  Schnell wurde der Grat um einige Meter abwärts verlassen und die Gruppe (acht Personen)  fädelte sich im Abstand von jeweils fünf Metern hockend auf.

Auf dem Gipfel der Muchetta lokales Gewitter
 Auf dem Gipfel. Ist das im Hintergrund ein Gewitter? Das gleiche Wolkenbild nur 10 min später!

Das so genannte Potenzgefälle sollte so gering wie möglich gehalten werden. Tatsächlich wurde es leicht stürmisch, regnete plötzlich ein wenig und es gab einen dritten Donnerschlag. Dann kam die Sonne schon wieder zum Vorschein, alles in allem nach maximal fünf Minuten.
Vorbei? Die ersten hatten sich bereits erhoben. Aldo beschreibt die dann aber folgende Situation so:
"Ich war noch nicht aufgestanden und sah plötzlich lauter kleine Lichtpunkte in der Luft. Ich wollte noch schreien >ein Blitz<, aber dazu kam ich schon nicht mehr. Es krachte gewaltig."

Ein Blitz war in ummittelbarer Nähe oder sogar in die Gruppe eingeschlagen. Während drei Personen außer dem Knall und den Blitz nichts wahrnahmen, hatte Marion ein Kribbeln und einen blauen Lichtblitz um ihre Hand, mit der sie Max gerade das Fläschchen gab. Zwei Wanderer beschrieben, dass sie den Eindruck hatten, jemand hätte ihnen mit einer Peitsche über den Kopf geschlagen. Drei weiter entfernte Personen wurden aus dem Stand geschleudert und können sich an das Geschehen nicht erinnern, einer blieb ca. 5 Minuten regungslos liegen, kam dann zum Glück zu sich und hatte eine leichte Brandwunde auf der Wange.

Es war alles gut gegangen! Zum Glück!
Die Erfahrung Blitzschlag in den Bergen war allerdings beeindruckend und jeder hofft, das nicht wieder erleben zu müssen. Dass man diese Gefahr allerdings auch bei größter Vorsicht nicht immer ausschließen kann, beweist dieses Beispiel.

Übrigens: Als der Vorfall später im Tal berichtet wurde, haben die "Zurückgebliebenen" nur gestaunt. Von einem Gewitter hatte niemand etwas bemerkt.

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