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intro mÜber die magische Wirkung von Gipfelbüchern

In den katastrophal nassen Oktobertagen dieses Jahres war zumindest am 15.10. ein Hauch von Sonne und Wärme und damit eventuell trockener Fels erahnbar. Kurzerhand hatten wir uns mit Wiese und Diana um 10 Uhr auf dem zentralen Parkplatz in Oybin getroffen, wenig später in der Töpferbaude ein zweites Frühstück genossen und waren sodann voller Optimismus in Richtung Böhmische Aussicht marschiert. Unser Optimismus sollte belohnt werden!

Auch wenn die polnisch-böhmische Aussicht wegen der trüben Luft eher bescheiden war, die Felsen waren trocken. Damit konnte mein Plan, an der Rübezahlwand und am Hussitenriff bzw. Hussitenturm zu klettern, umgesetzt werden. In gewohnter Manier ging es also zu viert über zwei Seillängen in genussvoller Wandkletterei auf den herrlichen Aussichtsgipfel Rübezahlwand. Dort winkten dann auch schon die beiden benachbarten Gipfelbücher. Das Ziel war also klar …

… hm, klar? Kletterführer, Quackenführer, Karte – gemeinsam mit Wiese studierten wir, schlichen um die Wände … War das nun der Hussitenturm oder das Hussitenriff? Irgendwie stimmten Topo und Wegbeschreibungen nicht mit dem überein, was wir sahen. Mit viel Phantasie könnte das der Weg … nee, ist er nicht. Doch! Wenn dass der Gipfel Hussitenriff ist, dann stimmt auch die Beschreibung! Dann müssten sie ja anders herum stehen. Das ist unwahrscheinlich, hatten wir aber mit Volker vor ein paar Jahren mal im Bielatal, da war an den Liebestürmen wirklich die Skizze falsch herum.

Aussichtspunkt am Felsentor an der Töpferbaude, Ankunft im Zielgebiet Böhmische Aussicht nahe der Töpferbaude, leider schlechte Sicht Rübezahlwand, Wiese in der Kriechstelle zum Absatz des Alten Weges Rübezahlwand, Einstieg in die Schlusswand vom Absatz des Alten Weges

Rübezahlwand, Blick aus der Wand zurück zum Absatz des Alten Weges Rübezahlwand, Almuth im Ausstieg auf den tollen Aussichtsgipfel Rübezahlwand, Gipfel, Suchbild. Wo ist der Kletterer ohne Helm? Rübezahlwand, Almuth meistert das Abseilen inzwischen perfekt

Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir aufgegeben, hier kommen wir nicht weiter. Bei einem Trostbier wurde beraten, zu welchem Gipfel wir noch wechseln könnten – und da war er, der Ruf des Gipfelbuches. Man, es war doch gar nicht so weit weg, die Wand sah gut aus, egal, ob man weiß, wie der Weg heißt und wie scher er ist …

Silberrücken, Gipfelkopf dieser Quacke neben der RübezahlwandKurzentschlossen schlug ich vor, dass ich einfach auf das erste Teilchen steige und im Gipfelbuch nachgucke, welcher der beiden Gipfel das nun sei.
Das Team war begeistert, und schon war ich nach einem etwas feuchten Schartenzustieg im augenscheinlich leichtesten Weg in schöner Wandkletterei unterwegs.

Oben angekommen glaubte ich meinen Augen kaum: keine Abseilöse! Hier stimmt doch was nicht! Gipfelbuch auf – „Silberrücken“.

Ich saß auf einem Gipfel oder einer Quacke, die es in keinem unserer Führer bisher gibt. Angesichts der ca. 12 m hohen mit Ringen bestückten Talwege in der Scharte zur Rübezahlwand dürfte das wohl eher ein Gipfel sein, aber wer weiß! Egal, jetzt kletterten alle Seilpartner zu mir und nach dem „Berg heil“ sofort wieder zurück, wenig später war auch ich wieder unversehrt am Boden. Nach der Skizze im Gipfelbuch waren wir im Alten Weg II unterwegs gewesen!
Das war dann mal wieder ein tolles Bergabenteuer, klein aber fein und mit einem witzigen Ergebnis!

Rübezahlwand, Abseile, Almuth steht hier am Einstieg des Alten Weges Silberrücken, Diana, gespottet von Almuth, im Beginn des Alten Weges Silberrücken, Blick in den Einband des Gipfelbuches mit Anstiegskizze Silberrücken, schwerer als der Weg ist der schmierige Zu – und Abstieg

Hussitenriff und Hussitenturm, jetzt war weitestgehend klar, welche Gipfel das sind, blieben unbestiegen stehen, sie laufen ja nicht weg. Dafür steuerten wir zum Tagesausklang nochmals die Töpferbaude an und hoben unser Siegerbier auf einen neuen bis dato unbekannten Gipfel!

Bilder dieses Beitrages stammen auch von Dirk Wiesner

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