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zittauer gebirgslauf mVon fehlenden Abseilösen und kühnen Sprüngen
27. und 28.04.2013 im Zittauer Gebirge

26.08.1980: Gipfel „Drei Tische“ bei Jonsdorf im Zittauer Gebirge.
In einer abenteuerlichen Aktion hatten wir gemeinsam mit Steffen den Gipfel erreicht. Mit einer Feuerwehrfangleine in der Hand, ein richtiges Seil hatten wir damals nicht, suchten wir die Abseilöse. Es gab keine!  Mist, wie kommen wir hier wieder runter!?
27.04.2013, fast 33 Jahre später, wählen wir genau diesen traditionellen Gipfel wegen der damaligen Ereignisse erneut als Ziel unserer ersten neuzeitlichen gemeinsamen Tour im Zittauer Gebirge, heuer bestens ausgerüstet.
Mit einem  guten Kletterseil in der Hand, nun haben wir eins, suchten wir – abermals – die Abseilöse. Verdammte Kiste: es gibt immer noch keine!

Nun wenige Tage zuvor hatten wir uns mit Steffen kurzfristig entschlossen, gemeinsam mit Partnerinnen in die Zittauer Berge zu fahren: wandern, klettern, Teilnahme am Zittauer Gebirgslauf.
Aber als wenn das Dreckwetter an meinen Fersen kleben würde, waren aus den 27° vom Freitag nur noch schlappe 10°, Nebel und später auch Regen am Samstag geworden. Die Sicht im Gebirge war gleich Null, Jonsdorf glich im Bereich des Gondelteiches, sonst hoffnungslos überlaufen, einer Geisterstadt.
Im Nebel wanderten wir also zu den „Drei Tischen“, jenem Gipfel, der nach unser Wanderung von Eisenach nach Zittau im Sommer 1980 einer der ersten gemeinsamen, auf jeden Fall aber der spektakulärste Gipfel der damaligen Tage war.

drei-tische k1-k drei-tische.jonsdorf steinnbrueche-jonsdorf-schmiede

Heuer lief alles deutlich besser. Wenn auch mit etwas „Vorstiegsschiss“ und dem einen oder anderen Zögern gab es bald ein Berg heil auf einem traditionsbeschwerten Felsen.
Auch der Rückweg war trotz fehlender Abseilöse kein Problem. Da an Zurückklettern auch diesmal nicht zu denken war, brachte eine Notabseile die Lösung.

start-kAlso war es kein Problem, pünktlich um 9 Uhr des Folgetages am Start des Zittauer Gebirgslaufes über 35 km zu stehen. Hier trafen wir dann erfreulicherweise u.a. auch auf Dirk Wiesner, dem ich vor genau vier Jahren beim Zittauer Lauf seinen ersten Wettkampf im Langstreckenlauf beschert hatte.
Trotz bissiger Kälte, dichtem Nebel und teilweise rutschigem Untergrund erreichten wir alle gut das Ziel und rundeten damit ein schönes Wochenende ab.
Übrigens schien zur Abreise wieder die Sonne!

Da wir an diesem Wochenende des Jahres 2013 im Zittauer Gebirge unterwegs gewesen sind, müssen wir also, das erklärt sich von selbst, auch 1980 von den Drei Tischen herunter gekommen sein.

20.08.1980, etwas später, als die oben beschriebene Situation:
Barfuß standen wir auf dem Gipfel und überlegten. An Zurücklettern war nicht zu denken, wir waren ja kaum auf den Gipfel gekommen.

torsten riemer steffen-grosse aldo-Bergmann nachbetrachtung-zittauer-gebirgslauf

„Wir springen runter!“
„Spinnst du? Da brechen wir uns die Knochen!“
Das Vorhaben klang verrückt, aber bis zum Absatz, von dem man bequem absteigen konnte, waren es höchsten 2,50 m. Und irgendwie mussten wir ja runter.
Als erstes flog die Feuerwehrleine nach unten, dann sprang Steffen freiwillig als Erster. Er landete gut, sein Aufrichten war merkwürdig verzögert und im Nachhinein betrachtet war sein „Geht ganz gut, Alter!“ eine fette (Not)Lüge, die ich aber zum Glück nicht durchschaut habe. Denn dann sprang ich.
Der stechende Schmerz war höllisch, gebrochen war nichts.
„Wenn ich gesagt hätte, wie schweinisch das weh tut, wärst du nie gesprungen!“
Recht hatte Steffen, und wir lachen uns über unsere Kombination aus Blöd- und Kühnheit kaputt.
Auch heute noch!

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