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Flagge Norwegen

Ausflug zu den Lofoten 
Die Berge mal von oben gesehen
Ein Beitrag von Steffen Große


lofotenDie Lofoten sind eine Inselgruppe an der Atlantikküste im Norden Norwegens zwischen dem 67. und 68. Breitengrad. Also weit weg. Da mein Bekannter früher Agrarflieger war und er immer noch die Lizenz zum Fliegen hat, entschlossen wir uns in diesem Sommer (2007), doch einfach mal zu den Lofoten zu fliegen. Gestartet sind wir mit einer viersitzigen Cessna, Baujahr 1980, sehr eng für Menschen über 1,80m und mit einer Menge Gepäck, da wir jede Nacht im Zelt geschlafen haben.
Gleich mit Abflug stellte sich Nieselregen ein, mit mieser Sicht und unangenehmen Schaukeln unseres Verkehrsmittels. Aber alles ging gut, nach einer Zwischenlandung in Odense landeten wir am Nachmittag tatsächlich schon in Norwegen, in Kristiansand. Am nächsten Tag starteten wir bei Sonne aber unangenehmen Wind Richtung Norden, doch nach 30 min Flug mussten wir umdrehen, starke Böen und Wolken bis runter zur Wasseroberfläche machten den Weiterflug unmöglich. An der Stelle dachte ich, wie schön doch Bergsteigen ist, da kann man sich wenigsten am Fels festhalten….

Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten

01 - Lage der Lofoten02 - Flug unter der Wolkendecke03 - Landung in Svolvaer04 - Wir und unser Flugzeug

Nebenbei, wichtiger als das Steuern des Flugzeugs, ist die Orientierung im Gelände zu behalten. Wenn, wie in Norwegen, nur alle 300 km ein Flugplatz ist, das Land nur aus Felsen besteht (ganz selten eine Möglichkeit der Notlandung) dann ist es doch überaus wichtig immer zu wissen, wo man gerade ist. Natürlich gibt es auch Funkfeuer, doch bei schlechter Sicht ist es immer ganz angenehm zu wissen wo der nächste Felsen aus dem Wasser ragt.
Wegen dem schlechten Wetter haben wir fünf Tage gebraucht, ehe wir die Lofoten erreichten, wir konnten leider nur über dem Wasser fliegen, manchmal in „Kniehöhe“ wegen der tief hängenden Wolken. Da es aber nachts nicht dunkel wurde, starteten wir auch mal abends und sind noch zwei Stunden weitergeflogen (Reisegeschwindigkeit 100 kn = 160 km/h)

Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten

05 - Lofoten von Oben;  06 - Svolvaer von oben;   07 - Rundflug I;  08 - Rundflug II

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09 - Der Hafen von Svolvaer;  10 - Zelten am Wasserfall;  11 - Camping am Fjord;  12 - Baden im Fjord

Als wir Svolvaer auf den Lofoten (unser Zielflugplatz) erreicht hatten, waren alle Regenwolken und der Wartefrust vergessen, wir hatten super Wetter mit ca. 25 °C. Die Landschaft war einfach beeindruckend, aus der Luft als auch vom Boden aus gesehen. Nach der Landung räumten wir erst mal das Gepäck aus und starteten sofort zu einem Rundflug, um die Inseln zu erkunden (nur ohne das Gepäck konnten wir die höchsten Gipfel überfliegen). Danach ging’s mit dem Mietwagen für vier Tage kreuz und quer über die Inselgruppe. Wir haben dabei total schöne Campingplätze in der freien Natur gefunden, am Meer mit Mitternachtssonne, im Gebirgstal mit Wasserfall und am Fjord. Die vierte Nacht verbrachten wir auf einem Schiff bei einer Walsafari. Wir hatten Zelte, Kocher etc. mit, wir brauchten uns so immer nur um Wasser und ab und zu um eine Dusche zu kümmern. Um ein leckeres Bier brauchten wir uns gar keine Sorgen zu machen, wir haben einfach das Bierverkaufssystem nicht begriffen und nie trinkbares Bier erwischt.

Steffens Flugreise zu den Lofoten  Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten

Steffens Flugreise zu den Lofoten Steffens Flugreise zu den Lofoten

13 - Fjord mit Hütte14 - Ein typischer "Einwohner"15 - Kletterfelsen;  16 - Wanderung auf dem Kaiserpfad in Diegenmulden;  17 - Auf dem Rückflug; 18 - Zwischenlandung in Narvik

Der Rückflug führte uns über Narvik und dann in einem abenteuerlichen Flug kurz unterhalb der Wolken über einen Gebirgspass nach Schweden (das war vom Piloten Milimeterarbeit!), dann ostwärts über die die Tundra bis zur finnischen Grenze und danach Richtung Süden über die Ostsee nach Schweden. Wir waren noch zwei Tage in Stockholm, unser Pilot kannte dort einen Flugplatz mit U-Bahnanschluss. Stockholm ist immer eine Reise wert, in meinen Augen einer der schönsten Städte in Europa.
Diese 14 Tage mit dem Flugzeug waren sehr interessant, vor allem kam immer alles anders als geplant. Auf alle Fälle hatten wir, zumindest auf den Lofoten, großes Glück mit dem Wetter, denn wir konnten dort auf der geografischen Breite von Mittelgrönland sogar baden gehen. Den Blick aus dem kleinen Flugzeug auf die gewaltige Gebirgslandschaft Norwegens werden wir wohl nie vergessen.

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