decsenfritjaples

logo kontur

  • Startseite
  • Andere Aktivitäten
  • Laufsport
  • Drei-Zinnen-Marathon - kürzer aber härter als Marathon!

intro drei zinnenDu willst es mal richtig hart in einer der schönsten Gegenden der Alpen und trotzdem kein Auge mehr für die Umgebung haben, Du willst ein Lauferlebnis der Extraklasse? Na dann auf zum

Drei Zinnen Marathon Neu: Drei-Zinnen-Alpin-Run 

Es war 1997, als Aldo das erste Mal vor den Drei Zinnen stand. An eine Besteigung war damals noch nicht zu denken - aber an das Laufen. Denn der erste Drei-Zinnen-Marathon, anfangs noch 17 km, fand nur wenige Wochen später statt.  Und so war recht schnell die Idee geboren, diesen Lauf selbst einmal zu absolvieren.

Zur Webseite des Drei-Zinnen-Alpin-LaufesDas hat dann aber noch gedauert, genau genommen bis zum 07.09.2003 - dem 6. Drei-Zinnen-Marathon. Und das Lauferlebnis wurde dann einmal mehr Beweis dafür, dass es härter kommen kann, als man selbst in den kühnsten Träumen  gedacht hatte: denn (so denkt halt der geübte Läufer) was sind schon 21 km ...!!!???

2003

Das wären sie dann also, die vier Optimisten vom LTSV Forst 1990 e.V.:  Aldo Bergmann, Gisela Nattke, Wilfried Wockenfuß und Steffen Große. Auch eine Schar Mutiger vom Niederlausitzer Läuferbund e.V. war mit am Start. Strecke und Höhenprofil waren bekannt und als machbar befunden worden.  Es galt also auf 21 km 1500 Höhenmeter zurückzulegen. Davon allerdings auf den ersten ca. 8 km nur etwa 200 hm, die restlichen 1300 hm auf den übrigen 13 km. Und auf diesen übrigen 13 km ging es nach der Büllelejochhütte (2575 m) noch mal heftig bergab, dann hinauf zum Paternsattel, wieder einige Meter hinunter und dann steil hinauf zur Drei-Zinnen-Hütte.
Das "Läufchen" begann also recht optimistisch: Start in Sexten auf 1330 hm, es folgte eine kleine Runde durch den Ort und schließlich ging es über ca. 8 km durch das Fischleintal zur Talschlussbaude (1526 m) Die Welt war noch in Ordnung, wie man an Aldos Winken unten auf dem Foto gut erkennen kann. Es gab keinen Grund, hier von der Option Gebrauch zu machen, auf die 12 km-Distanz auszuweichen und den Lauf damit deutlich zu verkürzen.

 Vor dem Start - Aldo Bergmann, Gisela Nattke, Wilfried Wockenfuß und Steffen Große  Noch ist die Stimmung gut - im flachen Anfangsteil der Strecke, gleich geht es richtig hoch  Im Anstieg zur Zsygmondihütte vor der Kulisse des Zwölferkofels  Profil und Wegführung des Laufes (gibt es heute wohl so nicht mehr!)

Nur 1 km später allerdings setzten dann Selbstbeschimpfungen ein - war man den "bekloppt" sich das anzutun???
Zieleinlauf beim Drei-Zinnen-MarathonWas jetzt begann, war einfach hart: es ging steil aufwärts zu der ca. 4 km entfernten Zsigmondyhütte (2224 m), also mit einer Steigung von ca. 175 hm auf 1 km. Hatten die Kilometer anfangs etwa 5 min gedauert, waren es jetzt plötzlich ca. 12 min. Die Luft wurde knapp, die Beine wurden schwer - eine unbeschreibliche Schinderei. Und die nahm kein Ende: weiter zur noch mal ca. 350 m höheren Büllelejochhütte. Dann ein Drama der besonderen Art: es ging steil abwärts - die wertvollen Höhenmeter waren einfach wieder futsch.
Der Anstieg zum Paternsattel (2454 m) wurde dann zum Wandel zwischen Schmerz und Verzweiflung und der letzte Anstieg zum Ziel (natürlich nachdem es noch mal richtig ins Tal gegangen war) ein Akt auf allen Vieren. Das Ziel war nicht nur Ziel des Laufes, sondern Erlösung von einer unerwarteten Härte!
Alle hatten diesen Lauf unterschätzt und einen ähnlichen Leidensweg durchschritten.

2004

Die übereinstimmende Meinung der Forster Teilnehmer nach dem Lauf 2003: Nie wieder! Doch wer selber  läuft und solch ein "Waterloo" schon mal erlebt hat, der kennt diese Situation genau: da kommen schon wenig später die ersten Zweifel: hat man zu wenig trainiert, hat die Akklimatisation gefehlt, hat einen die lange Anreise des Vortages mürbe gemacht, und, und, und ...
Und da waren ja noch die herrlichen Berge zum Klettern!  So stand schon bald fest, dass es wieder zu diesem Lauf, verbunden mit einer Kletterwoche, gehen soll. Und so reisten Steffen Große und Aldo Bergmann als Läufer, Thomas Herrmann als Kletterer an.
Jetzt geschah etwas Unerwartetes: Altmeister Wilfried Wockenfuß aus Forst musste kurzfristig seine Teilnahme absagen und Steffen und Aldo machten sich einen Gaudi daraus, den erst seit einiger Zeit zur Verbesserung seiner Kondition im Bergsport joggenden Thomas zur Teilnahme zu überreden.

Unser starkes Team 2005 - Steffen Große, Aldo Bergmann und der mutige Laufanfänger Thomas Herrmann  Im Fischleintal bei Moss auf den ersten Kilometern  Hier trennen sich kurze und lange Strecke, wir mit Thomas wählen die 12 km  Im steilen Anstieg in Richtung Drei Zinnen Hütte

Was beide nicht geahnt hatten: Thomas entpuppte sich als Kämpfer und sagte zu. Kurzerhand wurde vereinbart, gemeinsam über die "kurze Distanz" von 12 km über 1100 hm zu laufen. Wie schon oben beschrieben: auf den ersten acht Kilometern sind beide Strecken gleich und machen nur schlappe 200 hm weg. Aber dann geht es so richtig los, dann entpuppt sich auch die "Kurze" als ein Hammer schlechthin. Es geht steil bergauf!
Man sollte also auch die 12km-Distanz absolut nicht unterschätzen. Wer sie das erste Mal oder auf Leistung läuft, wird auch hier sein "blaues Wunder" erleben. Das Team 2004 erreichte jedenfalls glücklich das Ziel - und stand vor dem Problem, dass dieses Rennen noch spannender macht.
Denn wer nun glaubt, diesen Lauf mit dem Zieleinlauf geschafft zu haben, der irrt gewaltig. Jetzt muss man wieder ins Tal. Zwar werden die Sachen mit Hubschrauber zum Ziel gebracht, die Teilnehmer aber müssen wieder abwandern.

Aber dann war es geschafft, stolz überquert Kämpfer Thomas die Ziellinie an der Drei Zinnen Hütte   Dieses Bild bedarf keiner weiteren Worte   Ein Bild vom Abstieg, der über die kurze Laufdistanz führt - stolz kann man an jedem Kilometer Halt machen

Es geht auf der Strecke der 12 km-Distanz ca. 7 km, also durch das steilste Gelände der Strecke, abwärts zur  Fischleintalbodenhütte.  Dort fahren dann die Busse zum Startort zurück. Dieser Rückweg macht den Lauf dann wirklich zum Marathon für Leib und Seele!
Na egal, am Startort lockt dann eine Nudelparty vom Feinsten, eine interessante und gut organisierte Siegerehrung - und natürlich das wohlverdiente Zielbier!
Ach ja: Thomas hat Blut geleckt, er trainiert jetzt richtig und will es nächstes Jahr erneut versuchen. Steffen will mal wieder die lange Strecke probieren und Aldo will mal testen, wie schnell er es über die Kurze Distanz schafft. Fazit:  wir nüssen wieder hin - auch wegen der Berge rundherum ;-)))

Weitere Informationen zu diesem Lauf findest du auf der Webseite der Veranstaltung: www.dreizinnenmarathon.com

Empfohlene Links

  • Die Webseite meines langjährigen Lauf- und Bergfreundes Volker Roßberg. Erfahre hier u.a. mehr über tolle Bergtouren und "verrückte" Ultraläufe.
    Mehr erfahren
  • Niederlausitz-Cup – die große regionale Laufserie im Südosten Brandenburgs und im Nordosten Sachsens, mit bis zu 22 Wertungsläufen im Jahr
    Mehr erfahren
  • Gaststätte und Pension "Am Weinberg" in Mittelndorf, unser Stammgasthaus - unbedingt zu empfehlen: gute Unterkünfte und gutbürgerliche Küche
    Mehr erfahren
  • Freunde des gedoppelten Bulin, kurz: FDGB. Die Webseite des KV FDGB, einer tollen Truppe Berliner Kletterer, mit lesenswerten Beiträgen
    Mehr erfahren

 

Danke für

den Besuch

auf Quackensturm

Enjoy your life!