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intro m„Das sind doch russische Soldaten …“
Geocaching ist eben immer wieder ein Abenteuer!

„Du warte mal, da ist jemand!“ Schnell huschen wir in das Küchengebäude zurück. „Wo denn?“, frage ich, für mich war alles graues blätterloses Dickicht mit zerfallenen Gebäuden.
„Na da vorn … man … das sind  russische Soldaten!“
„Quatsch, die gibt es hier nicht mehr!“
„Ich sehe sie doch, das sind russische Armeefahrzeuge, die verladen da etwas!“
Gemeinsam waren wir mit Christiane beim Lost-Place-Geocache „GSSD-Lager“ bei Eberswalde gut vorangekommen. Nun aber das: genau vor unserer nächsten Station dieser Menschenauflauf!

Nachdem wir uns etwas herangeschlichen hatten, konnte auch ich erkennen: schwere Militärtechnik, uniformierte Menschen, reges Schaffen. Die schienen da etwas zu beräumen, für uns hieß das: es geht gegenwärtig nicht, Rückzug!

An diesem Aprilwochenende war alles anders als vorgesehen. Die lange geplante Klettertour musste wegen verschiedener Umstände kurzfristig abgesagt werden, die ersatzweise vorgesehene Skitour fiel dem nun endlich doch eingetroffenem Frühling zum Opfer.
Da in der Vorwoche die Saftnasen unsere Lust auf Hardcore-Geocaching dankenswerter Weise wieder geweckt hatten, ging es kurz entschlossen nach Eberswalde. Hier gibt es einige Interessante Objekte für LP-Abenteuerer, aber auch andere reizvolle „normale“ Ziele.

 Geocaching bei Eberswalde Geocaching bei Eberswalde Geocaching bei Eberswalde Geocaching bei Eberswalde

Von diesen normalen Zielen haben wir auch einige besucht, insbesondere die „Bunte Runde“ und das „Schiffshebwerk Niederfinow“ müssen hier unbedingt erwähnt und empfohlen werden. (Siehe Fotos)

Hauptziel aber waren zwei Lost Places, und an dem einen mussten wir nun erst einmal neu überlegen. Irgendwann werden die fertig sein, wir fahren später wieder her! Dann holen wir uns den Cache!
Gesagt, getan, zunächst also ab zum LP „Janus ODER: An die Waffen …“
Ein irres Ding! Mitten in der Stadt, direkt an einer der wohl befahrensten Straßen, steht ein altehrwürdiges Gebäude, das einst der Kommandantur der sowjetischen Streitkräfte in Eberswalde gehört hatte. In diesem Gebäude treffen die russische Seele – Sauna, Wodka, Lebenslust usw. auf der einen, aber auch die Härte ehemaliger Tätigkeit krass aufeinander: Christiane bekam Beklemmungen, als wir in eine der zahlreichen Einzelzellen ohne Fenster, Licht und Toilette mussten, um im Spiel voranzukommen.

Janos oder an die Waffen Janos oder an die Waffen Janos oder an die Waffen Janos oder an die Waffen

Am sehr späten Nachmittag aber steuerten wir wieder das alte Lager an, diesmal zunächst vorsichtig von der anderen Seite anfahrend, um zu sehen, von wo aus man hineinfahren kann und ob da noch jemand ist.
Und sie waren noch da: viele mehr oder weniger uniformierte Menschen, schwere russische Militärtechnik – nur keine Russen!
Schnell war auf Christianes direkte Art geklärt: hier machte ein gemeinnütziger Verein, der zum nahen Flugplatzmuseum gehörte, Subotnik, darunter viele Sammler russischer Militärtechnik, die  nun wieder zum Einsatz kam. Alle waren nett und freundlich, wir hätten sogar den Cache weiter spielen können, wenn da nicht … ja wenn da nicht im Rahmen des Einsatzes alle alten Gebäude eingezäunt und damit das Spiel nicht nur für uns, sondern insgesamt unmöglich gemacht worden wäre. Dieser Geocache wurde quasi vor unseren Augen ins Archiv gezäunt.

GSSD Lager - ohne Worte Im GSSD-Lager - Bausubstanz, wie man sie selten sieht, einfach nur gefährlich! Immer schön fern bleiben! GSSD Lager - im Schulungsbereich auf Spurensuche GSSD Lager - Im Küchentrakt, gleich geht es nicht mehr weiter!

GSSD Lager - vorher wird aber noch der Kühlraum durchsucht GSSD Lager - Spuren der Zeit GSSD Lager - die Begegnung GSSD Lager - Ziemlich russich - und dann doch deutsch! Do Swidanja diesem Lost-Place-Geocache!

Ärgern half da nichts (wir haben uns aber geärgert), das Wochenende war trotzdem schön – und erfuhr ein unerwartetes Finale:
Bei der Suche nach geeigneten „Spielplätzen“ war ich auch auf den Geocache „Auf den Spuren von Aljoscha“ gestoßen, als LP gekennzeichnet, aber auf einem rekultivierten Armeegelände. Das wollten wir uns noch ansehen, bevor es heimwärts geht.
Was wir nun erleben durften, war der knallharte Unterschied zwischen offizieller Lüge und Wahrheit, darin eingebettet zwei Lost-Place-Geocaches vom Feinsten!



Denn am Geländeeingang zeugt ein Glockenturm und eine Tafel von einem ehemaligen Kasernengelände, das nun rekultiviert und der Glockenturm das letzte Mahnmal sei. (Dort liegt übrigens mit „Uhrenturm 2.0“ ein toller traditioneller Cache.)
Doch als wir uns nur ca. 500m weiter auf eben die Spuren Aljoschas begeben hatten, fanden wir uns inmitten alter militärischer Anlagen eines Panzerregiments wieder. Es ist hier nichts, aber auch gar nichts rekultiviert! Bloß gut, denn hier ging es nun auf einer gespielten Panzerfahrt recht heftig zu, tatsächlich mit Übungen für das Ein- und Aussteigen  bei Panzerfahrzeugen, und, und, und. Große Klasse mit einem großartigen Finale, das wir unseren Lost-Place-Geocache-Jäger-Freunden nur dringendst empfehlen möchten!

Auf den Spuren von Aljoscha Auf den Spuren von Aljoscha Auf den Spuren von Aljoscha - Soviel zum renaturierten Gelände: Im Panzer-Übungsbereich Auf den Spuren von Aljoscha - Überreste der Panzergaragen

Auf den Spuren von Aljoscha - Übungsplatz für den Panzeraustieg unter Wasser Auf den Spuren von Aljoscha Auf den Spuren von Aljoscha - und die führen mitunter durch enge Schlupflöcher Auf den Spuren von Aljoscha - Am Finale - besser geht eine finale Box wohl nicht!   

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