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moench introMönch, 4099 m
Ostsüdostgrat
Ein Beitrag von Steffen Große, ergänzt von Heike und Andreas Richter

Der Mönch ist der vierthöchste Gipfel der Berner Alpen und gehört, ebenso wie die zuvor bestiegene Jungfrau, zu dem berühmten Dreigestirn über Grindelwald - Eiger / Mönch / Jungfrau.
Er gehört zu den am häufigsten bestiegenen Gipfeln der Region, auch im Winter. Dabei ist der von uns gewählte Ostsüdostgrat, der unmittelbar hinter der Mönchsjochhütte beginnt, der beliebteste Aufstieg.

Fahne der SchweizTrotzdem darf diese Route, die alpinistische Erfahrung voraussetzt, nicht unterschätzt werden. Gerade in der warmen Nachmittagssonne kommt es hier oft zu Unfällen.

Anforderung:  G 3, lt. Führer 2 ½  – 3 h, wir haben 2 h gebraucht, Abstieg 1 ½ h, Tour im gemischten Gelände, die Felspassagen sind häufig vereist.

Ausgangspunkt / Führe: Mönchsjochhütte
Schön, gleich neben der Hütte ist der Einstieg, abwechselnd über Fels und Firn. Immer den Grat hinauf, eventuell leicht in die Ostflanke ausweichen. Gipfelgrat schmal, da sollte man am Gipfel den Gegenverkehr abwarten. Auf Wechten achten!

Literatur: „Gebietsführer Berner Alpen", Werner und Margrit Munter, Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-2415-1,

Karte:   „Finsteraarhorn“, Landeskarte der Schweiz, Blatt 1249, 1:25.000, www.dav-shop.de

Bei unserer Tour in das Berner Oberland 2008 hatten wir zunächst das  Finsteraarhorn und die Jungfrau bestiegen. Schon die Jungfrau war eigentlich nicht geplant, erst recht der Mönch nicht - aber wenn man schon mal vor Ort ist ;)
Denn nach dem Abstieg von der Jungfrau im Schneetreiben zu unserem Gepäck stand uns dann noch der Aufstieg zur Mönchsjochhütte im tiefen Schnee bevor, hier wollten wir unser Nachtlager aufschlagen.
Insgesamt  harte eine 11h–Tour mit über 2.300 Höhenmetern. hinter uns gelegen.

Aber nun waren wir eben mal da, Zeit war auch noch und das Wetter war ausreichend. Der Mönch steht zum Glück gleich an der Hütte. Oder umgekehrt?
Zum Einstieg sind es nur 5 Minuten.
Die Felsen waren etwas eingeschneit, der Aufstieg fiel mir nach der Tour vom Vortag schwer . Kein Wunder also, dass es von dieser Tour nur wenige Fotos gibt.
Aber, nach 2 Stunden standen wir an diesem 12.09.2008 am Gipfel und hatten ganz gute Sicht auf die Gipfel des Berner Oberlandes. Ein schönes Finale für unsere Tourenwoche im Berner Oberland 2008.

Tour 2008 - Der Einstieg, eine Felspassage, die hier doch ziemlich vereist war. Tour 2008 - Auf dem Gipfelgrat. Tour 2008 - Heiko und Ivo auf dem Gipfel.

Ergänzung vom Sommer 2013

Im Sommer 2013 waren meine Bergfreunde Heike und Andreas Richter im Traumurlaub (für Bergfreunde zumindest) in Grindelwald, im Berrner Oberland, unterhalb des Dreigestirns Eiger - Mönch - Jungfrau. Dabei haben sie es gewagt und sind allein, also ohne Bergführer oder andere professionelle Hilfe, den Mönch via Ostsüdostgrat gestiegen.
Alle Achtung, ihr beiden, und herzlichen Glückwunsch.
Diese Webseite verdankt dieser Tour nun einige weiterführende Bilder zu diesem Bericht, als bisher, hier sind sie: (Beschreibungen bei Öffnen des Bildes oder bei Mouseover)

Grindelwald-Grund, ab hier beginnt die Auffahrt mit der Wengenalpbahn zum Jungfraujoch, dem idealen Ausgangspunkt für die Besteigung des Mönch als Tagestur. Die etwas sehr teure Auffahrt bietet einige tolle Aussichten und Attraktionen, beginnend mit der Kleinen Scheidegg über die Stationen Eigerwand und Eismeer, an denen jeweils gehalten wird und genügend Zeit für Aussichten besteht. Blick auf den Mönch vom Jungfraujoch aus - links aufwärts zieht sich der Ostsüdostgrat, der Aufstiegsweg zum Gipfel. Beim Zustieg auf dem gut präparierten Weg zur Mönchsjochhütte, Ausgangspunkt für den Aufstieg - im Hintergrund: die Jungfrau.

Heike Richter im mittleren Teil des Ostsüdostgrates bei ihrem Aufstieg auf den Gipfel des Mönchs. Gegenverkehr in einer der Firnpassagen - kein Wunder, sowohl Gipfel als auch dieser Aufstieg sind beliebte Tourenziele, vor allem, bei solch herrlichem Bergwetter. Der schmale Firngrat zum Gipfel - hier sind nicht nur Können, sondern vor allem auch Nerven und Schwindelfreiheit gefragt. Heike für einen herrllichen Augenblick auf dem scheinbaren Top of the World ;)

Vom Mönch bieten sich gigantische Aussichten, wie zum Beispiel hier auf die eher unekannte Südwand des Weigers - mit dem Mittellegigrat in voller Pracht. Oder dieser Blick, genau in die andere Richtung: die Jungfrau. Beim Abstieg ein Blick zurück auf das gewagte aber gut beherrschte Tageswerk, den Ostsüdostgrat des Mönchs. Zurück am Einstieg - ein Blick zurück auf die ersten Meter in einer brüchigen und in der Orientierung gar nicht so einfachen Felspassage.

Empfohlene alpine Links

 

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