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finsteraarhorn introFinsteraarhorn, 4275 m
Südwestflanke und Nordwestgrat
Ein Beitrag von Steffen Große

Das Finsteraarhorn ist mit seinen stolzen 4275 m der höchste Gipfel der Berner Alpen. Als prachtvolle  Pyramide aus Fels, Schnee und Eis zieht dieser Gipfel Bergsteiger magisch an - und das, obwohl Bergfahrten hierher alles andere als Tagestouren sind. Denn hier ist (zum Glück) der Tourismus weit weit weg und nur der wirkliche Alpinist wird den langen Weg gehen.

 

Nachdem wir bereits 2007 herrliche Tage im Berner Oberland verbracht hatten, konnten und wollten wir auch 2008 unsere Hände und Füße nicht von diesem wunderschönen Fleckchen Erde lassen - und waren gleich auf drei Gipfeln Das Finsteraarhorn war der erste ...

Anforderung:  G 3, bei Vereisung des Gipfelgrates schwieriger
Lt. Führer 4-5 Stunden Aufstieg, wir haben 4 ½ h gebraucht, für den Abstieg mit langen Pausen ebenfalls 4 ½ h, wir hatten tolles Wetter, nur der schneidend kalte Wind am Gipfel war unangenehm.

googel-earth-finsteraarhornAusgangspunkt / Führe: Finsteraarhornhütte
Oberhalb der Finsteraarhornhütte ca. 30 min auf Wegspuren  am Fels aufwärts, dann wird der Gletscher bis zum SW-Grat (Frühstücksplatz) gequert, danach ca. 400 hm bis zum Hugisattel steiler Gletscheraufstieg. Von hier über den (bei uns vereisten und verschneiten) Felsgrat zum Gipfel.

Literatur: „Gebietsführer Berner Alpen", Werner und Margrit Munter, Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-2415-1,
Karte:   „Finsteraarhorn“, Landeskarte der Schweiz, Blatt 1249, 1:25.000, www.dav-shop.de

Vom 06.09. bis 12.09.2008 waren Heiko, Ivo und ich wieder im Berner Oberland unterwegs. In diesem Jahr war jedoch alles anders, statt Zugfahrt, Anreise per Auto, statt Biwakschachtel Übernachtung in Hütten und statt selber kochen wurden wir kulinarisch von den Hüttenwirtinnen verwöhnt. Die Suppen in der Finsteraarhornhütte sind ein Traum und schon deshalb die Tour wert!
Am Sonnabend gegen 6.15 Uhr erreichten wir Grindelwald-Grund, der erste Zug 7.03 Uhr zum Jungfraujoch war lockern zu schaffen, da das Frühstück mangels geöffneter Bäckereien verschoben werden musste. Also Frühstück auf dem Jungfraujoch und danach Abmarsch gegen 9.45 Uhr im Nebel Richtung Konkordiaplatz. War schon seltsam, graues Eis, grauer Nebel und bleierne Müdigkeit….
Kurz vor dem Konkordiaplatz wurde die Sicht besser, 12.30 Uhr Pause unterhalb der Konkordiahütten. Dann weiter hoch zur Grünhornlücke, 3.280 m, hier erreichten wir wieder die Wolkenuntergrenze und hatten damit keine Sicht zum Tagesziel, den Finsteraarhornhütten. Also Abstieg und Querung des Fieschergletschers per Kompass, der Weg schien endlos, aber welch Wunder, genau als wir kurz vorm Ziel waren, rissen für einen Moment die Wolken auf, die Hütte lag genau über uns. Die Wirtin hatte nicht mehr mit Gästen gerechnet, daher gab es vermutlich die Notvariante Bratwurst mit Nudeln, aber die Suppe war, wie schon gesagt, sehr lecker.

Finsteraarhorn - Auf dem Anmarsch vom Jungfraujoch mit Blick zum Konkordiaplatz Finsteraarhorn - Im Zustieg über die Südwestflanke - mit herrlichsten landschaftlichen Eindrücken Finsteraarhorn - Das Ziel ist in Sicht - der Gipfelaufbau des Finsteraarhorns Finsteraarhorn - Die letzten Meter auf dem Nordwestgrat

Finsteraarhorn - Gipfelglück in 4275 m Finsteraarhorn - Gipfelglück in 4275 m Finsteraarhorn - Einer von vielen grandiosen Tiefblicken vom Finsteraarhorn, hier auf den Finsteraargletscher Finsteraarhorn - Unser Team im Abstieg vom Finsteraarhorn auf dem Frühstücksplatz

Ausschlafen – und dann wieder auf den Gletscher, große Spalten suchen um Spaltenbergung zu üben sowie mit den Eisbeilen ein bisschen zu klettern. Das Wetter wurde besser, wir sahen über uns das tief verschneite Finsteraarhorn in der Sonne blitzen. Die geplante Tour auf den Wyssnollen zur Akklimatisation hatten wir am Morgen aufgegeben, da wir im Nebel den Gipfel einfach nicht gesehen hatten.
Das Finsteraarhorn haben wir über den Normalweg bestiegen, der Südwestgrat war geplant, fiel aber aufgrund der Vereisung der Felsen aus. Ivo musste als Tageserster die Spur zum Gipfel legen. Auf dem Gletscher lief es sich sehr gut (wenig Spalten), aber der Grat zum Gipfel war wegen dem Schnee doch unangenehm zu klettern, vor allem im Abstieg. Kurz vor 10.30 Uhr waren wir oben und standen neben einer riesigen Wechte und dem vereisten Gipfelkreuz. Der kalte Wind ließ uns dann schnell an den Abstieg denken.

Fortgesetzt mit dem Bericht: Jungfrau Südostgrat

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