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ferrata rio sallongiFerrata Rio Sallagoni
Ein Bericht von Dirk Wiesner

Viele von uns verbinden den Gardasee nicht nur mit Surfen & Sonnenbaden, sondern auch mit dem Klettern und Wandern. Vor allem die Gegend im Norden (Riva, Arco) bietet ein traumhaftes Klettergebiet. Da wir, gemeint sind die Familien Riemer und Wiesner, im Juli diesen Jahres unseren Sommerurlaub dort verbrachten, möchten wir hier einen Klettersteig vorstellen, der auch in größter Hitze mit Genuss begangen werden kann.
Es handelt sich um den Ferrato Rio Sallagoni unter dem Castel Drena bei Dro. Schwierigkeitsstufe B/C.

flagge italienAnforderungen: Der Klettersteig gilt als schwieirg, lange Passagen C, und ist wegen des Abstandes zwischen Seiversicherung und Trittstiften nicht für kleine Kinder geeignet. Klettersteigausrüstung ist erforderlich. Die Absicherung ist sehr gut, die Durchsteigungsdauer liegt bei ca. 2 Std. +/- 30 min.

Weiterführende Infoimationen, die hier nicht wiederholt werden sollen, findest du hier:
www.bergsteigen.at - Ferrata Rio Sallagoni
www.via-ferrata.de - Ferrata Rio Sallagoni

In mancher Literatur liest man hier „Abenteuerklettersteig“ oder Ähnlichem, was bei unseren Frauen ein Stirnenrunzeln am Abend zuvor auslöste. Um es vorweg zu nehmen entpuppte sich der Klettersteig mehr als Genuss und weniger als Abenteuer. Dieses erlebten wir eher, unter Kaufrauschsyndromen, in einem Lederwarenmarkt in Dro.
Aber das ist eine andere Geschichte!
Es handelt sich um einen Gebirgsklammklettersteig der vom Tal hinauf zur Burg (Castello Drena) führt. Bedingt durch die wildromantische enge Schlucht, in der sich der Rio Sallagoni schlängelt, bekommt die Kletterei seinen besonderen Charme und ist der „Abkühlungstip“ an heißen Sommertagen. Aber, und nun die negative Einschränkung, man ist nicht allein hier unterwegs. Lange Wartereien im Steig sind nicht selten. Dennoch finde ich, dass ein Besuch sich dort lohnt, wegen seinen oben beschriebenen Eigenschaften.
Der Klettersteig ist aus Arco ziemlich gut zu erreichen. Informationen hierzu findet man beispielsweise leicht im Internet.

Bereits am Zustieg zeigt der Klettersteig seinen Reiz. So steigt man anfangs doch links an der Wand einer Schlucht auf soliden Steigbügel schräg bergan, während unter einem der Rio Sallagoni rauscht. Zum Rio Sallagoni sei nur angemerkt, dass es sich lediglich um ein Gebirgsbächlein handelt.

Ferrata Rio Sallagoni  Ferrata Rio Sallagoni  Ferrata Rio Sallagoni  Ferrata Rio Sallagoni

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Es geht allenfalls mittelschwer weiter bis zur "Schlüsselstelle", vor der man in der Literatur bereits gewarnt wird. Diese besteht jedoch lediglich darin, dass zwei Steigbügel im Vergleich zum Drahtseil zurückversetzt sind und man so etwas mehr Kraft in den Oberarmen beim Umstecken der Karabiner in dieser horizontalen Passage braucht. Wenn ich hier schreibe, dass diese Stelle nicht als schwer einzustufen ist, dann kann aber auch wirklich nichts Ernstes passieren. Wem es trotzdem reicht, was generell nicht zu empfehlen ist, kann nach der "Schlüsselstelle" senkrecht aussteigen und verpasst somit den schönen zweiten Teil des Steiges. Dieser selbst zieht nun nach immer gleichem Muster, das heißt glatte Wand - oben Stahlseil - unten Eisenstifte, waagrecht weiter durch die Schlucht.:. Bevor der eigentliche Steig ausläuft, wechselt man noch von der linken auf die an dieser Stelle 1 m entfernte rechte Seite der Schlucht.
Danach erreicht man eine Drei-Seil-Brücke, die den tibetanischen Hängebrücken ähnlich ist. Hier werden natürlich dem Familiengaudi kaum Grenzen gesetzt. Erst als ich zu hören bekam, dass es unsere letzte Klettersteigtour wäre, wurden meine Grenzen sichtbar. Aber auch hier gilt: Das ist eine andere Geschichte!

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Nach der Seilbrücke klettert man hinauf, durch eine mächtige Spalte hindurch und dann steht man plötzlich in einer kleinen, urwaldähnlich anmutenden Schlucht. Es geht weiter durch einen flachen Abschnitt der Schlucht, der teilweise durch Stahlstifte /-bügel versichert ist. Die einzigste Gefahr bestand hier nicht auf dem steinigen Grund abzurutschen und mit dem Fuß im Bach zu landen. Also am Ende ist es eine Klammwanderung mit leichter Kraxelei. Am Ende der Schlucht erreicht man wieder die „volle“ Tagessonne und steigt linkshaltend an einer Brücke aus. Hier riecht es merkwürdiger Weise, ja wir sind richtig, denn wir stehen neben der oft beschriebenen Kläranlage am Ausstieg und blicken ein wenig empor zur Burg, welche nun angesteuert wird. Am Fuße des Castello steht ein kleiner Imbiss am Parkplatz, welcher in ausreichenden Mengen nicht nur kühle Getränke verfügt.

Fazit: Nach einer kleinen Rast mit abschließender Einschätzung der Tour, haben zumindest die Kinder gesagt, dass es ihr bisher schönster Klettersteig gewesen sei.

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