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hoellental introZugspitze, 2964 m,
via Höllental

Die Zugspitze (2964 m) ist ein Bündel krasser Gegensätze: Völlig verbauter Gipfelbereich, unendliche Touristenströme, Konsum im Überfluss, mehrere Seilbahnen, Latrinen- und Fäkalienabwurf über die Nordflanke - und trotzdem hat  Deutschlands höchster Berg seine Reize!

Nämlich dann, wenn man ihn sportlich ersteigt. Wir haben uns für den Aufstieg durch das Höllental entschieden und eine grandiose Bergfahrten erlebt.

german flag

Es bleibt aber die Frage, welcher Kategorie man diesen Aufstieg zuordnen soll! Zum Einen handelt es sich um eine leichte Kletterei, zum Anderen muss man einen überraschend spaltenreichen Gletscher mit einer nicht zu unterschätzenden Randkluft überqueren und schließlich ist das Ganze ein hervorragend ausgebauter Klettersteig. Wie auch immer man die Tour sieht: man sollte alles beherrschen aber auch ausdauernd und schnell genug sein, um  eventuellen Nachmittagsgewittern aus dem Wege zu gehen. Denn nicht umsonst heißt dieser Teil der Alpen "Wetterstein" und nicht umsonst bewegt man sich im "Höllental".

Ausgangspunkt:
Hammersbach, Parkplatz Höllenklamm (ca. 750m); Aufstieg durch die Höllenklamm zur Höllentalangerhütte (unsere Gehzeit: 1 Std. 45 min) ; weiter durch das Höllental auf gut ausgebautem markiertem Weg und später Steig über den Höllentalferner und von dort über die deutlich markiere Randkluft den durchgehenden Drahtseilsicherungen bis zum Gipfel folgend;
Einschätzung der Tour laut Zeitschrift "Alpin 11/2003" und "Alpin /2005": schwer / 9 Std. / 2200m im Aufstieg

Unsere Tourendaten:
20. / 21. Juli 2003: Team: Annette und Jörg Christen, Matthias Böhlke, Axel Bricks, Aldo Bergmann
1. Etappe Parkplatz Hammersbach - Höllentalangerhütte, ca. 1:45 Stunden,
2. Etappe: Höllentalangerhütte - Gipfel, ca. 5 Stunden (ohne Pausen),
29. Juli 2005: Team: Hans-Torsten und Simone Krüger, Marion und Aldo Bergmann,
in einem Zuge durchstiegen, Gehzeit ab Parkplatz Hammersbach bis Gipfel: 10 Stunden (davon ca. 1,5 Stunden Pausen)

Literatur:
"Wetterstein", Alpenvereinsführer, Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-1119-X;

Karte: 
Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein und Mieminger Gebirge, mittleres Blatt, mit Wegmarkierungen, Maßstab 1:25.000;

Die Tour ist nicht zu verfehlen: Man reist über Garmisch-Patenkirchen nach Hammersbach, parkt dort am deutlich ausgeschilderten Parkplatz der Höllenklamm und folgt dann einfach dem guten Wanderweg in Richtung Höllentalangerhütte. Dabei geht es recht romantisch und spannend durch die phantastische Höllenklamm.
Nach der Höllentalangerhütte steigt man auf markiertem gutem Weg rechts vom Talgrund weiter auf, bis sich die Richtungen "Zugspitze"  und "Rifflscharte" trennen. (Ab Hütte max. 1 Stunde)
Dann  geht es aber schon zur Sache: anlegen der Klettersteigausrüstung ist angezeigt.

Höllental - Rast am Ende der Höllentalklamm beim Aufstieg ab Hammersbach Höllental -  - die letzten Meter zum Einstieg Zugspitze via Höllental, Simone in der sogenannten Leiter Zugspitze via Höllental, das Brettl, ein luftiger Quergang

Zugspitze via Höllental - Dann wird es etwas gemütlicher Zugspitze via Höllental - nicht zu unterschätzen: der Höllentalferner Zugspitze via Höllental, die Randkluft, eine der Schlüsselstellen Zugspitze via Höllental, Torsten Simone und Marion lächeln, die Randkluft ist geschafft

Nach einigen dann folgenden leichten und versicherten Kletterpassagen ist schon Mut gefordert: es geht über die "Leiter" steil aufwärts  und einige  Metern später über das "Brett" in einen Quergang mit berauschendem Tiefblick.
Danach folgen  leichte teilweise versicherte Höhenmeter, vorbei an einem kleinen Wasserfall (letzte Wasserstelle!!!) und schließlich geht es mühsam über Geröll zum Höllentalferner. Nach unserem  Verständnis sind hier Steigeisen und Teleskopstöcke ein Muss - es ist teilweise doch recht steil, der Firn ist unter Umständen noch recht hart und Blankeiszonen können nicht immer umgangen werden.
Ein echtes Abenteuer und der heimliche Höhepunkt der (spätsommerlichen) Tour folgt bei Verlassen des Gletschers unausweichlich: die Randkluft! Früh im Jahr vielleicht kaum ein Problem, später aber kaum noch zu bewältigen erfordert sie schon etwas Überwindung.
Nach der Gletscherpassage geht es teilweise recht steil und immer sehr ausgesetzt über die letzten ca. 400 hm zum Gipfel. Dabei bieten sich einen immer phantastischere Tiefblicke.

Zugspitze via Höllental, der Weiterweg nach der Randkluft Nun geht es immer steil aufwärst, oft auf Eisenstiften, die aus der Wand ragen. Schnell gewinnt man an Höhe und hat einen berauschenden Tiefblick Höllental - gut gesichert geht es aufwärts und aufwärts - das zehrt an den Kräften.

Höllental -  man bewegt sich ununterbrochen in sehr exponiertem Gelände Höllental -  Dauer und Hitze ermüden - Rast in einer Höhlung unterhalb des Gipfels Höllental - dann aber endlich die letzten Meter vor dem Jubiläumsgrat Höllental - und dann ist es soweit - endlich ist der begehrte Gipfel in greifbarer Nähe

Gipfelglück auf der Zugspitze nach einer großartigen Tour Vom Gipfel zur bebauten Plattform muss man dann aber nochmals aufpassen! Dann aber eine kurze Leiter, Eisentür - und: OBEN!!! Zugspitze via Höllental - das haben wir uns verdient

Zu den letzten beiden Bildern  braucht man wohl nicht viel zu sagen! Ich habe gezielt das zweite Gipfelfoto gewählt, denn keiner wusste, dass nochmals fotografiert wurde: die Gesichter sagen alles! Die Tour ist hart und nicht zu unterschätzen. Vor allem, wenn man, wie Simone Krüger und Marion Bergmann, erstmals in einer solchen alpinen Route unterwegs ist spielen auch die Nerven eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Aber wer auf Berge steigt weiß, dass nach einer solchen Bergfahrt nicht nur das Bier besonders gut schmeckt, sondern das Gipfelglück alle "Leiden" vergessen lässt und das Bergfieber schon bald zu neuen Touren ruft.

Fazit:
Der Aufstieg durch das Höllental ist eine überraschend schöne abwechslungsreiche Bergfahrt für den geübten ausdauernden Kletterer/Klettersteiggeher, der auf jeden Fall Übung im Begehen von Gletschern haben sollte.
Die Tour ist unbedingt weiter zu empfehlen.
Wer es drauf hat und wenn die Energie anschließend noch reichen sollte, der macht es wie wir 2003: der verlässt die Zugspitze am folgenden Tag über  den Jubiläumsgrat!

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