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Eisarena Piztaler GletscherEisarena im Pitztaler Gletscher ( ca. 2800 m)

Eisklettern das ganze Jahr? Das geht natürlich, unter anderem in der Eisarena im Pitztaler Gletscher. Man folgt dem Pitztal bis ans Ende zur Station des Pitztalexpresses und fährt entweder mit der Tunnelbahn direkt auf den Gletscher, oder steigt mühevoll über die Braunschweiger Hütte zum Mittelbergferner auf. Unter Benutzung der Bergbahnen sind es schlappe 15 Gehminuten, dann steht man vor den gigantischen Eisabrrüchen der so genannten "Eisarena".

wildspitze NordwandDflagge austriaas Bild oben links vermittelt einen Eindruck von der Lage des Eisklettergebietes, aufgenommen aus Richtung des Mittelbergjochs, ca. 400 hm über der Anlage. Bilder 1 und 2 unten stellen nur einen Teil der zahlreichen Spaltenbrüche mit bis zu 30m Kletterhöhe dar.
Die Neigung der Touren beträgt 60o bis 150o. Damit ist diese Eiskletteranlage eine ideale Spielwiese für Anfänger und für absolute Eisprofis. Umlenker und teilweise Eisschrauben und Exen, vor allen in den überhängenden Bereichen, sind vorhanden.

Literatur:
"Firn- und Eisklettern in den Ostalpen", Andreas Jentzsch, Axel Jentzsch-Rabl,  Alpinverlag, (www.alpinverlag.at) ISBN 3-9500920-0-5;

Karte:
Alpenvereinskarte Nr. 30/6, Ötztaler Alpen / Wildspitze, Maßstab 1:25.000;

Am Wochenende vom 22. bis 24. April 2005 waren Thomas Herrmann und Aldo Bergmann mit einem großen Ziel im Pitztal unterwegs. Es sollte die Nordwand der Wildspitze (Foto oben rechts) durchstiegen werden. Und die Bedingungen waren optimal. Anstatt aus dem Ötztal über die Breslauer Hütte aufzusteigen, sollten bei hervorragendem Wetter und knackigen Minustemperaturen die Vorzüge des Skigebietes Pitztaler Gletscher genutzt werden.  Peinlichst waren Anreise, Quartier und Anfahrt mit der Gletscherbahn und den Skiliften bis zum Mittelbergjoch auf ca. 3200 m Höhe geplant. Aber nicht peinlich genug. Denn der Lift zum Mittelbergjoch war ein Schlepplift!
Und so war diese Tour zu Ende, noch ehe sie richtig angefangen hatte. Denn mit dem mühevollen zeitaufwendigen Aufstieg zum Joch (Foto 1 - der Pfeil weist auf die Pitztal-Arena) war der Zeitplan nicht zu halten.
Das Gipfelziel Wildspitze musste aufgegeben werden.
Trotzdem war der Tag nicht verloren. Denn abgesehen vom Auf- und Abstieg zum Mittelbergjoch bot der Pitztaler Gletscher mit der Eisarena ein echtes Highlight für Eiskletterer.

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Obwohl erhebliche Teile des System noch verschneit waren, war ausreichend "Spielplatz" vorhanden. Am besten soll die Anlage übrigens  im Spätsommer und Herbst sein, da dann weitaus größere Bereiche blank liegen und nutzbar sind.
Glück für Thomas und Aldo: zwei Innsbrucker Eiskletterer hatten bereits Seile in die sonst wohl nur schwer zu erreichenden Umlenker eingehängt und zur Nutzung angeboten. (Foto 4: Hansi Pittacher)
So konnte nach dem Trainingskurs im künstlichen Eis vom Jenner nun das Klettern unter realen Bedingungen erprobt werden.

Eisarena Piztaler GletscherDabei ging es dann ordentlich zur Sache: auf Bild 3 Aldo in ca. 20 m Höhe am Umlenker, auf Bild 6 Thomas nach einem gescheiterten Versuch, den leicht überhängenden Bereich im Mittelteil zu überklettern.
Ideal waren die mäßig geneigten Bereiche und Überhänge zum Eisbouldern, erproben der Sicherungskette und zum Übern des Baus von Standplätzen und Abseilpunkten. (Bild 5)
Am Ende schließlich ein doch noch gelungener Tag mit einem schönen Eisklettererlebnis.
Wer das Pitztal besucht und Eiskletterer ist oder auch nur mal in diese Sportart hinein schnuppern möchte, dem ist ein Besuch der Pitztaler Eisarena unbedingt zu empfehlen. Kurse unter professioneller Anleitung werden in den Talorten angeboten.

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