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narrenkappe gohrischTour 07/2019
Narrenkappe, wie ein Kindergipfel zum Traumgipfel wird

Als ich am Nachmittag des 25. August auf dem Gipfel der Narrenkappe stand, musste ich tief Luft holen – geschafft! Nein, der Alte Weg I an diesem Gipfel ist nicht schwer, nichts Besonderes, im Gegenteil. Er ist ideal für Kinder und Anfänger! Und trotzdem war das für mich ein traumhafter Moment, denn vor knapp drei Monaten sah es nach allem anderen aus, als dass ich überhaupt nochmal klettern würde.

Ich will heute und hier gar nicht viel Worte darüber verlieren*), Kurzfassung: ich war binnen weniger Stunden an Armen und Beinen erheblich gelähmt.  Nach etwa zwei akuten Wochen hat die Krankheit begonnen, so nennen es die Ärzte, „sich auszuschleichen“. Nur zögerlich kehrten Motorik und Koordinationsvermögen zurück.

Jetzt, Ende August, habe ich noch immer leichte Probleme mit einem Bein und deutliche Probleme mit der rechten Hand – aber der Lebensmut ist wieder da. Den übrigens hat Almuth trotz aller üblen Gegebenheiten vom ersten Tag an vermittelt und war damit auch sofort an Bord, als ich meinte, dass ich endlich mal wieder raus will, irgendetwas klettern, irgendetwas ginge schon.

Und so kamen wir auf die Narrenkappe. Kurzer ungefährlicher, problemloser Zustieg, kurzer gutmütiger Weg, aus dem man kaum stürzen, nur rutschen kann – ideal eben für Kinder, Anfänger und eben auch für Bewegungseingeschränkte.
Vor Ort war ich noch skeptisch. Also Kletterschuhe an und in Bodennähe erste Übungen. Es ging, auch mit der Hand funktionierte das, was erforderlich war! Nun gut, die feinmotorische Übung des Zuschraubens der Karabiner hakte etwas – aber wenn das alles ist …

Zweimal saßen wir auf dem Gipfel, ein Vorstieg Almuth, ein Vorstieg ich, man, das war Klasse. So kann ein Kindergipfel eben auch zum Traumgipfel werden, ich/wir sind zurück am Fels, noch nicht im vollen Umfange, aber der Startschuss ist gefallen!
Der Tagesausklang bei Knobisuppe und Forelle nach Buschmüllerinart in der traditionellen Buschmühle rundete unseren Kurztrip noch ab.

So schön kann Leben sein, so schön können selbst die kleinsten Dinge sein – das wird einen umso bewusster, wenn man zuvor das Gefühl hatte, dass das Leben zu Ende sei …

Hier ein paar Bildeindrücke dieses besonderen Tages:

 Narrenkappe, Ankunft am Tagesziel ich bin skeptisch Narrenkappe, erste Kletterversuche in Bodennähe Dann wird es ernst, Almuth sichert den Vorstieg Der Gipfel der Narrenkappe ist erreicht – was für ein Ausblick

Almuth trägt uns in das Gipfelbuch, für mich ein besonderer Eintrag Nach der zweiten Begehung des AW auf dem Gipfel Gegenlichtspiele an der Abseilöse an der Narrenkappe der Narrenkappe Und noch ein Foto gegen die Sonne – Almuth beim Vorstieg

 Krank hin, krank her – zum Rumblödeln reicht es (wieder) Narrenkappe - nach dem Erfolg, das traditionelle Gipfelbier Anschließend ging es über den Gipfel des Gohrisch zurück zum PP Almuth auf einer der letzten Leitern beim Abstieg vom Gohrisch



*) Vielleicht später, wenn alles hundertprozentig durch ist, werde ich dazu etwas schreiben. Vor allem als Information und Mutmacher für diejenigen, die es ähnlich erwischen sollte!

 

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