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In der Komischen Oper BerlinJahresrückblick 2021 – Jahr Zwei der Corona-Pandemie

Einen Ansatz für den Rückblick auf das Jahr 2021 zu finden, war gar nicht so einfach. Eigentlich ist alles klar, hier geht es um Quackensturm, das Erlebte, ein wenig Persönliches, vielleicht ein kleiner Blick über den Tellerrand, wie üblich also. Aber geht das, oder besser reicht das nach so einem Jahr? Diesem zweiten Jahr der Corona-Pandemie, diesem Jahr einer zusammenwachsenden oder sich spaltenden Gesellschaft?

(Um Themen zu vertiefen, folge den Verlinkungen, auch an den Bildern findest du weitere Informationen.)

Unser persönliches Jahr 2021 hatte weder mit großen Partys, Klettertouren, oder grandiosem Feuerwerk begonnen, ordentlich wurde im kleinsten Kreis nach den Regeln des seit dem 01. November 2020 andauernden harten Lockdowns, der uns noch bis in den Mai umklammern würde, hineingerutscht. Und bis in den Mai ging so gut wie nichts: keine Kultur, keine (Amateur-)Sportveranstaltungen, keine großen Ausflüge … 

Klar, andere hatten das nicht so ernst genommen:  eindeutige Fotos, Unternehmen in großen Gruppen, nicht ganz legale unter dem Deckmantel „privat“ durchgeführte Veranstaltungen, und, und, und - und alles schön gepostet auf den Sozial-Media-Plattformen, in Statusmeldungen … Helden wollen das wohl sein, „Guck mal, was ich trotz Verbotes kann“-Sager und tatsächlich doch Versager, die das Vertrauen des Staates, dass man sich im Interesse der Gemeinschaft einfach mal zurück nehmen würde, sich mit Schwächeren solidarisiere, missbraucht haben.

Wir jedenfalls haben, natürlich geimpft, unseren Alltag trotz allem genossen, sind mit Inliner und Rollski hier und da gerollt und schließlich mit den wieder wachsenden Möglichkeiten im Mai in ein dann doch überraschend aktives Jahr gestartet. 

Zunächst, noch fast allein im Gebirge unterwegs, ging es über die Häntzschelstiege auf die Affensteine, durch den sterbenden Fichtenwald des Gebirges, was für ein landschaftliches Drama!

Dann der erste Klettertag im Bielatal, es war dieses Gefühl, das Goethes „Osterspaziergang“ vermittelt, als da plötzlich Menschen, Kletterer waren, viele, bunt, auf jedem Gipfel! Was hätte ich früher geflucht bei diesem Gedrängel, wie tief habe ich diesmal Luft gezogen vor Freude! Das Leben sprudelte nur so dahin! Das gemeinschaftliche Leben war wieder da!

Dann mehrere herausragende Klettertage mit unseren Mittelndorfer Freunden im Rathener Gebiet und am Pfaffenstein, später unsere Tour auf das Neurathener Felsentor und Almuths ersten Vorstieg einer unbekannten Route im vierten Schwierigkeitsgrad am Lithostein.

Rakotzbrücke Kromlauer Park  Rollerski am Dreiweiberner See  Ausstieg der Häntzschelstiege in den Affensteinen  Fichtensterben im Wildensteiner Gebiet

Erster Gipfel von Falko Nehls aus Mittelndorf  Abseilen von der Gamrigscheibe  Auf dem Neurathener Felsentor  Abseilen vom Lithostein

Dramatisches Fichtensterben im Elbsandsteingebirge, hier am Reitsteig im Mai 2021Fichtensterben am Reitsteig

Schließlich schon die Jahresmitte mit ihren Turbulenzen! Da war unerwartet diese Insider-Info, dass vielleicht eine neue Auflage des rennsteig-nonstop stattfinden könnte, da war dann plötzlich doch die Töpferbaude im Zittauer Gebirge wieder geöffnet, da war dann erfreulicherweise doch die Möglichkeit, meinen runden Geburtstag  genau dort zu feiern.
Und wie schön war es, dass alle sehr kurzfristig geladenen Gäste, die es irgendwie möglich machen konnten, dabei waren. 
Eine unvergessene Urlaubswoche, ein unvergessenes Wochenende!

Jetzt aber lag der Schwerpunkt der Freizeitgestaltung weniger auf Bergfahrten, jetzt „musste“ gelaufen, trainiert, werden, es war eine acht Jahre alte harte Nuss zu knacken. Und mit Mirko Löbel hatte ich einen idealen Partner gefunden – nach langer Überlegung kam sein klares Ja zu dieser Aktion, unser auch als Training dienender Lauf auf den Fichtelberg

Schließlich unser vom Februar auf August verschobener 8. Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf, den wir nun gemeinsam mit Almuth organisiert haben und als wunderschönen Sommerlauf erleben konnten.

Und dann diese wahnsinnige aber auch dank eines herausragenden Supports von Almuth und Sabine erfolgreiche Regenschlacht beim rennsteig-nonstop, war das ein irres Abenteuer!

Katzenbaby  Kater Carlo  Runder Geburtstag von Aldo Bergmann  Wegemarkierung Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf



Fichtelbergultra Zieleinlauf 2021  Im Fichtelberghaus nach dem Fichtelbergultra  Am Ufer der Werra nach dem Rennsteig-Nonstop  Zieleinlauf Supermarathon beim Rennsteiglauf

Nur einen Monat später, unter anderem nach einer erlebnisreichen Urlaubswoche im polnischen Sopot und Danzig,  dann mein 40. Supermarathon beim in den Oktober verschobenen Rennsteiglauf, mein Aufstieg in die Top Ten der Mehrfachfinisher über diese Distanz.

Später suchten, fanden und stiegen wir die Ameisenstiege bei Oybin, im November drehten ich mit meinem alten Freund Steffen Große eine herrliche Wanderrunde durch das Isergebirge.  Mit einer großartigen Inszenierung der „Zauberflöte“ in der Komischen Oper in Berlin lebten wir nach fast zwei Jahren coronabedingter Pause unseren Wiedereinstieg in die Kultur, schlenderten durch Berlin und taten dort das, was in Brandenburg der dortigen Coronaregeln wegen verboten war, nicht ging – wir waren auf einem Weihnachtsmarkt. Dass das einmal etwas Besonderes sein würde!

Auf der Westerplatte bei Danzig  Am Ufer der Mottlau in Danzig  Mit dem Elektroauto an der Schnellladesäule  Im Klosterrestaurant Hejnice

Nach Durchquerung der Czerny Potok im Isergebirge  In der Komischen Oper in Berlin  Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmeriemarkt Berlin  Jungfernflug der Drohne DJI MINI 2

Ja, auch jetzt, nach all dem Erlebten, am Ende des Jahres, hat uns die Pandemie noch immer im Griff, aber anders! Wer bereit ist, sich mit der Mehrheit der Gemeinschaft zu solidarisieren, immerhin sind nunmehr 71 % der Bevölkerung vollständig geimpft, darf wieder, wie wir, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. 

Und die anderen? Nein, ich werde hier nicht bewerten, belehren, kritisieren, loben, das steht mir nicht zu. Ich bin allerdings, anders als einzelne andere, der Überzeugung, dass unsere Gesellschaft nicht durch die Corona-Politik gespalten wird, denn wenn sich mehr als zwei Drittel für eine Richtung entscheiden, hat das mit Spaltung nichts, aber auch gar nichts zu tun. Und vom verbleibenden Anteil ist es wiederum nur ein Grüppchen, das schreiend, randalierend, gewaltsam – was zum Teufel hat Gewalt gegen Menschen und Sachwerte mit freier Meinungsäußerung zu tun – durch die Lande zieht, und immer dagegen sein wird, egal wogegen, Hauptsache dagegen!

Einen Satz von Richard David Precht möchte ich abschließend zitieren: 
„Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat ein Recht auf eigene Fakten!“
Besser ist der aktuelle Stand der Dinge nicht auf den Punkt zu bringen!

Ein schönes, aufregendes, erlebnisreiches, genussvolles, leider auch, hier nicht vertieft, trauriges Jahr liegt hinter uns. Es hat uns wachsen lassen, neue Freundschaften sind geschlossen worden, alte aufgefrischt oder erloschen. Wir blicken mit Optimismus über den Rand der Corona-Pandemie nach vorn, in einen sich mehr und mehr normalisierenden Alltag.

In diesem Sinne

Berg heil auf ein erfolgreiches Jahr 2022!

 

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